Was tun gegen die Vermüllung am Oranienplatz?

2. Kiezforum des Projekts „Müllhelden statt Müllhalden. Einsatz für einen sauberen Kiez“

Am letzten Dienstag im August haben sich auf dem Oranienplatz etwa 20 Menschen zusammengefunden. Sie sitzen mit Abstand auf Papphockern im Kreis, neben einem Flipchart stehen Ruta Vimba und Mariia Servetnyk mit Sara Busnardo, einer Bundesfreiwilligen des beauftragten Trägers Kulturlabor Trial & Error e.V. Auf dem Papier stehen einige Ergebnisse des 1. Kiezforums: „Müll im öffentlichen Raum“, „fehlendes Bewusstsein“, „Druck aufbauen“ oder „gefährlicher Müll“.

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Heute findet das 2. Kiezforum des Projekts „Müllhelden statt Müllhalden“ statt, in dessen Auftrag auch die Waste-Influencer*innen im Kiez unterwegs sind (mehr Infos gibt es hier). Die Nachbarschaft tauscht sich aus und sucht nach konkreten Lösungen gegen die Vermüllung, um das Leben im öffentlichen Raum zu verbessern.

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QM ZKO: Auch die Waste Influencer*innen sind beim Kiezforum dabei

QM ZKO: Auch die Waste Influencer*innen sind beim Kiezforum dabei

Tatsächlich liegt auf den umliegenden Wiesen alle Art von Müll herum – Plastiktüten, Essensreste, alte Möbel – die Mülleimer quellen über. „Ich bin ja dafür, den Müll einzusammeln und vor dem Kreuzberger Rathaus auszukippen“, sagt eine Teilnehmerin frustriert. Sie habe schon an die Behörden geschrieben und auf die Situation auf dem Oranienplatz aufmerksam gemacht. Antwort: keine oder der Hinweis, man sei nicht zuständig. „Ich bin kein Fan davon, dass Bürger alles selbst machen sollen, dafür bezahle ich doch Steuern“, findet ein anderer Teilnehmer.

Das Problem ist vielfältig wie schon die Ergebnisse des 1. Kiezforums zeigen. Zum Einen fühlen sich viele Bürgerinnen im Stich gelassen, „die Behörden nehmen sich seit langem der Vermüllungsproblematik nicht an; Ordnungsamt (z.B. Waste Watcher seien nicht präsent)“ steht im Protokoll. Zum Anderen übernehmen viele Nutzerinnen des Platzes keine Verantwortung, sie werfen Dinge einfach achtlos weg.

„Wir müssen mehr Aufmerksamkeit für das Problem schaffen“, sagt eine Teilnehmerin und schlägt vor, den Müll zu Clustern und dann den Behörden eine Liste zu schicken. „Müll kann nicht mit Müll verglichen werden“, es gibt große Objekte wie Sperrmüll, Spritzen, Fäkalien, Plastik und so weiter.

Nach der Diskussion teilten sich die Teilnehmerinnen des Kiezforums in zwei Gruppen. Die erste Kleingruppe konkretisierte den Wunsch, einen Brief an das Bezirksamt zu verfassen, um auf die Situation am Oranienplatz hinzuweisen und einen Dialog zu etablieren. Eine zweite Gruppe diskutierte über Ideen zur Belebung des Platzes wie Gärtnerinnen- oder Putzaktionen. Eins ist klar: So kann es nicht weitergehen.

N. Seubert

N. Seubert

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