Fondstruktur 2014-2020

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick zu den unterschiedlichen Quartiersfonds und deren Inhalten geben.

Aktionsfonds (ehemaliger Quartiersfonds 1)

Wenn Sie eine gute Idee haben und zur Umsetzung einen Geldbetrag für Sachkosten benötigen, können Sie diesen über den Aktionsfonds beantragen.

Über den Aktionsfonds werden kurzfristige und schnell sichtbare Aktionen im Quartier mit bis zu 1.500 € gefördert. Für jedes Quartier werden jährlich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen 10.000 € zur Verfügung gestellt.
Ziel des Aktionsfonds ist es, Aktionen zur Förderung des freiwilligen Engagements und zur Verbesserung wie Stabilisierung der nachbarschaftlichen Gemeinschaft zu unterstützen. Die Aktionen müssen den Zielsetzungen des Quartiers sowie des Programms Soziale Stadt entsprechen, insbesondere aber die Nachbarschaft und die Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen fördern und stärken.

Alle Bewohner*innen sowie Akteur*innen des Quartieres können einen Antrag auf Unterstützung zur Umsetzung ihrer Idee stellen. Die aus Bewohner*innen bestehende Aktionsfondsjury entscheidet dann darüber, welche Aktionen gefördert werden.

Um eine Förderung zu erhalten muss die Idee den folgenden Kriterien entsprechen:

  • Nutzen für die Gemeinschaft bzw.Nachbarschaft
  • Förderung der Aktivierung und Beteiligung von Bewohner*innen
  • Förderung der Eigenverantwortlichkeit und Selbsthilfe
  • Stärkung nachbarschaftlicher Kontakte
  • Belebung der Stadtteilkultur
  • Öffentliche Darstellung des Quartiers / Imageförderung

Die Mittel aus dem Aktionsfonds können ausgegeben werden für:

  • Anschaffungen und Sachkosten für Aktionen

  • Für tatsächlich entstandene Aufwendungen (z.B. Portokosten, Büromaterial, Pkw, Fahrscheine) wird eine Aufwandspauschale von 3% der beantragten Fördersumme entrichtet.

  • In Ausnahmefällen kann eine Vergütungen für kleine Aufträge an Firmen oder Dienstleister entrichtet werden, allerdings nur für besonders fachlich qualifizierte Leistungen, die über ehrenamtliches Engagement nicht erbracht werden können.

  • Ein zumutbarer Eigenanteil, der nicht finanzieller Art sein muss (Standbetreuung, Vorbereitung von Veranstaltungen, Bereitstellung von Räumen u.ä.) wird erwartet.

Die eingegangen Anträge werden nach vorheriger förderrechtlicher Prüfung durch das Quartiersmanagement von der Aktionsfondsjury auf Förderwürdigkeit im Sinne des Gebietes abgestimmt. Die Jury besteht aus Bewohner*innen des QM Gebietes.

Projektfonds (ab 2014)

Maßnahmeideen können nur auf Projektwettbewerbe des Quartiersmanagement eingereicht werden; in Ausnahmefällen können Fördermittel der „Sozialen Stadt" auch freihändig vergeben werden, z.B. zur Stärkung von lokalen Trägern/Institutionen (infrastrukturelle Stärkung).
Über den Projektfonds werden mehrjährige Projekte ab 5.000 € gefördert. Die Höhe der Fördermittel, die im Quartier zur Verfügung stehen, wird jährlich vorab durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bekannt gegeben.
Ziel des Projektfonds ist es, nachhaltig wirkende, strukturfördernde Maßnahmen umzusetzen.
Die Bedarfsermittlung für die grobe Projektidee erfolgt unter Beteiligung der Bewohner*innen und Akteur*innen, der Partner*innen der Gebietsentwicklung, des Quartiersrates und der bezirklichen Fachämter. Diese ermittelten Handlungsbedarfe werden im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept des Quartiersmanagements dargestellt. Das Quartiersmanagement entwickelt in einem Diskussionsprozess mit dem Quartiersrat die strategischen Ansätze zur Zielerreichung und erörtert mögliche Ideen zur Umsetzung. Das Ergebnis dieses Prozesses mit dem Quartiersrat mündet dann in der Veröffentlichung von Projektwettbewerben.
Alle Bewohner*innen, Vereine, Institutionen können ihre Projektideen in der in den Projektwettbewerben genannten Frist beim Quartiersmanagement einreichen.

Bei der Einreichung einer Projektidee sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Projektidee / das Konzept muss mit der Zielsetzung und Aufgabenstellung des Projektwettbewerbes übereinstimmen.

  • Die Projektidee / das Konzept muss den Förderrichtlinien des Programms "Soziale Stadt" entsprechen.

  • 10% der beantragten Fördersumme sind als Eigenanteil (Eigenleistungen oder Eigenmittel) zu leisten.

Was passiert nach der Antragstellung?
Werden mehrere förderfähige Projektideen eingereicht, so erfolgt die Trägerauswahl in der Steuerungsrunde (bestehend aus dem QM-Team sowie je einem Vertreter des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) unter Einbeziehung von Quartiersratsmitglieder und Berücksichtigung der bezirklichen fachlichen Stellungnahme zum Konzept.
Nach der Entscheidung wird der / die Antragsteller*in aufgefordert, einen Online-Antrag beim Programmdienstleister PDL einzureichen.

Die Abrechnung und Verwaltung obliegt der Antragstellerin bzw. dem Antragssteller beim Programmdienstleister PDL, über die auch die gesamte formale Abwicklung bis hin zur Abrechnung erfolgt.
Das Quartiersmanagement berät und unterstützt bei der Antragstellung und der Abwicklung der Formalitäten mit dem Programmdienstleister PDL. Sie erreichen uns per Mail, telefonisch oder persönlich in unserem Büro.

Informationen zu förderrechtlichen Grundlagen finden Sie im Förderglossar bzw. direkt beim Programmdienstleister PDL.

Baufonds

Über den Baufonds werden Bauprojekte ab 50.000 € über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gefördert. Die Höhe der Fördermittel, die für den Baufonds zur Verfügung stehen, wird vorab durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bekannt gegeben.

Ziel des Baufonds ist die nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung erforderlicher Baumaßnahmen in dem Quartiersmanagement-Gebiet. Der Bedarfsermittlung der baulichen Investitionen erfolgt unter Beteiligung der Bewohnerschaft, den Akteur*innen, den Partner*innen der Gebietsentwicklung, dem Quartiersrat und den bezirklichen Fachämtern vor Ort. Diese ermittelten Handlungsbedarfe werden im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept des Quartiersmanagements dargestellt.

Nach dem Diskussionsprozess wählt der Quartiersrat für sein Quartier 1-2 prioritäre Projekte aus, die das Quartiersmanagement dem Bezirk meldet, der wiederum eine Prioritätenliste erstellt und an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen weiterleitet. Die endgültige Auswahl der zu realisierenden Projekte erfolgt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Bei einer Förderung müssen folgende Schwerpunkte / Ziele vorliegen:

  • Integrative Bauvorhaben (Vernetzung von Ressourcen).

  • Förderung der Bildung und Stärkung der Nachbarschaft. Dazu gehören auch Umbau und Neubau von Räumen für Nachbarschaftsarbeit.

  • Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur, zum Beispiel Schulhöfe, Kita-Spielplätze und sonstige öffentliche Spielflächen.

  • Verbesserung des öffentlichen und halböffentlichen Raumes wie Plätze, Innenhöfe, Grünanlagen. Sollte der Raum zwischen Wohngebäuden liegen, so ist der Grundstückseigentümer verpflichtet, eine längerfristige Nutzungsbindung einzugehen (i.d.R. 10 Jahre).

  • Umbau und Umgestaltung von Eingangsbereichen in Großsiedlungen zur Aufwertung und Imageverbesserung des Quartiers.

  • Der Eigenanteil bei Bauprojekten muss mindestens 50% betragen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Netzwerkfonds

Neu ab 2014 ist der Netzwerkfonds. Er dient dazu, bewährte und strukturfördernde Maßnahmen aus den QM-Gebieten von der Quartiersebene auf eine quartiersübergreifende Ebene zu übertragen.

Gefördert werden Projekte mit mehrjähriger Laufzeit ab 50.000 €. Die Höhe der Fördermittel, die für den Netzwerkfonds zur Verfügung stehen, wird vorab durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bekannt gegeben.

Ziel ist es, die Aktionsräume – also die Gebiete der Quartiersmanagements einschließlich der umliegenden Flächen und der Zwischenräume -- in Kooperation mit verschiedenen Partnern nachhaltigen zu stabilisieren und zu entwickeln. Zur Ermittlung geeigneter Maßnahmen entwickeln die bezirklichen Fachämter gemeinsam mit je einem Vertreter oder einer Vertreterin der Quartiersmanagements geeignete Projektvorschläge, die dann von der bezirklichen Förderstellen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit einer Prioritätensetzung vorgeschlagen werden.

Das Besondere an dem Netzwerkfonds ist, dass auch bezirksübergreifende Projekte sowie Projekte gemeinsam mit anderen Hauptverwaltungen, die auf gesamtstädtische Entwicklungen reagieren, ebenfalls vorgeschlagen werden können. Die Auswahl der zu realisierenden Projekte erfolgt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.