WAS IST EIGENTLICH DAS QUARTIERSMANAGEMENT (QM)?

Foto: Alexander_Schippel

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Das QM arbeitet im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Stadtteilen mit „besonderem Entwicklungsbedarf“, in denen das Leben durch soziale Probleme geprägt ist und die Gefahr droht, dass die Menschen mit ihrem Stadtteil von der gesamtstädtischen Entwicklung ausgeschlossen und abgehängt werden. Empowerment und Partizipation sowie fachübergreifende Zusammenarbeit sind für eine erfolgreiche Arbeit vor Ort ausschlaggebend. Ziel ist es, in Kooperation mit den lokalen Akteur*innen und mithilfe von Projekten Strukturen aufzubauen, Nachbarschaften zu stabilisieren, die bauliche Weiterentwicklung zu unterstützen und Bildungseinrichtungen, Gebäude und Anlagen aufzuwerten, um die Gemeinschaftsbildung und den sozialen Zusammenhalt in einem Stadtteil zu unterstützen.

Mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ sowie EU-Mitteln werden Maßnahmen und Projekte in dem Gebiet unterstützt, die die Kommunikation unter den Bewohner*innen und deren Selbstorganisation fördern, die sie anregen und befähigen, sich Fragen des Zusammenlebens, des Wohnumfeldes und der Situation des öffentlichen Raumes im Quartier anzunehmen. Das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" ist zur Stabilisierung und Potenzialentwicklung in Gebieten mit hohen Integrationsleistungen vorgesehen.

Die Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteur*innen in dem Quartier – z. B. Verwaltung, Schulen und Kitas, soziale Einrichtungen, private Wirtschaft, Vereine und Bewohner*innen – sollen durch das Quartiersmanagement verbessert werden.

In Bürger*innengremien wie dem Quartiersrat und der Aktionsfondsjury können Bewohner*innen und Vertreter*innen von Gewerbe, Institutionen und Vereinen ihre Kenntnisse und Bedürfnisse bezüglich der Entwicklung des Quartiers einbringen, über Bedarfe diskutieren und strategische Ansätze sowie konzeptionelle Ideen erörtern. So können die Verantwortung für das Wohnumfeld und die Identifikation mit dem eigenen Wohngebiet gestärkt werden.


Ziele und Aufgabenfelder des Quartiersmanagements 2014/15

  1. Bildung, Ausbildung, Jugend

    Ziele: Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen unter Einbezie­hung der Eltern und Stärkung der Bildungsinstitutionen im Quartier.

  2. Arbeit und Wirtschaft

    Ziele: Stärkung und Vernetzung der lokalen Gewerbetreibenden und Verbesserung der Voraussetzungen sowie der Zugangschancen zu Ausbildung und Beruf.

  3. Nachbarschaft, Gemeinwesen, Integration

    Ziele: Stärkung der Gemeinwesenarbeit und Gewährleistung einer bedarfsgerechten sozialen Infrastruktur, Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen und des „interkulturellen“ Miteinanders.

  4. Öffentlicher Raum

    Ziele: Einbindung der Bewohner*innen in die Erhaltung und Gestaltung des Wohnumfelds, Sicherung und Steigerung der Aufenthaltsqualität von Grünflächen und Spielplätzen, Stei­gerung des Sicherheitsempfindens.

  5. Beteiligung, Vernetzung und Einbindung der Partner

    Ziele: Stärkung bestehender Netzwerkstrukturen für eine prozessorientierte Gebietsentwicklung, effektivere Einbindung der „Starken Partner“ und Verbesserung der Aktivierung und Partizipation bisher nicht erreichter Bewohnergruppen.

Detaillierte Informationen können Sie auch in unserem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept nachlesen