"Soziale Stadt" wird zu "Sozialer Zusammenhalt"

Die Städtebauförderung des Bundes und der Länder wurde ab 2020 in eine neue Struktur überführt, welche aus drei Programmen besteht: Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt, Wachstum und nachhaltige Erneuerung.

Das Programm "Soziale Stadt" wird mit dem neuen Programm "Sozialer Zusammenhalt" fortentwickelt. Die Programmziele beinhalten weiterhin, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.

Im neuen Programm werden das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement stärker betont.

Bis 2019: "Soziale Stadt"

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier" wurde im Jahr 1999 mit dem Ziel gestartet, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern. Es ist vorrangiges Ziel, in den betreffenden Quartieren den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Kleinräumige Segregation führt seit den 1990er Jahren in vielen Städten zu selektiven Auf- und Abwertungen von Wohngebieten und damit auch zur Herausbildung benachteiligter Stadtteile. Diese sind meist durch komplexe Problemlagen in den Bereichen Städtebau und Umwelt, infrastrukturelle Ausstattung, lokale Ökonomie, Soziales, Integration und nachbarschaftliches Zusammenleben sowie Imagebildung charakterisiert. Das Programm "Soziale Stadt" reagiert darauf mit einem integrierten Ansatz der umfassenden Quartiersentwicklung.

Mit dem Instrument Quartiersmanagement (QM) setzt der Senat seit 1999 das Programm um, seit 2016 werden 37 QM-Gebiete mit unterschiedlicher Intensität unterstützt. Die QM-Teams sind Beauftragte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Abstimmung mit den jeweiligen Bezirksämtern. Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören das Vernetzen unterschiedlicher Interessengruppen, die Schaffung von Kooperationen zwischen Institutionen, Initiativen, Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, das Initiieren strukturfördernder Projekte sowie das Berichten über Entwicklungen im Quartier. Eine zentrale Aufgabe ist das Einbinden der Bewohner*innen in Entscheidungsprozesse und das Stärken deren bürgerschaftlichen Engagements. Dies geschieht in der Praxis durch die Mitarbeit in Bürger*innengremien (Quartiersrat und Aktionsfondsjury) und durch die Quartiersfonds.

Link zur Homepage Programm "Soziale Stadt" mit ausführlichen Informationen und Downloads hier