Thementisch

Thementische sind ungezwungene Diskussionsrunden für alle interessierten Bewohner*innen und Akteur*innen rund ums Kotti. Sie geben die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre zu einem gewählten Thema auszutauschen.


Warum Thementische? In unserer täglichen Arbeit haben wir die Erfahrung gemacht, dass herkömmliche Sprechstunden und formalisierte
Beteiligungsformate nicht für alle Bewohner*innen passend sind. Thementische bieten Bewohner*innen die Möglichkeit, sich ganz unverbindlich und locker mit anderen interessierten Menschen zu quartierrelevanten Themen auszutauschen.

Wer kann kommen? Sie wollen mehr über ihr Quartier erfahren? Ihre Meinung kundtun? Andere Menschen und Sichtweisen kennenlernen? Gemeinsam Probleme und mögliche Lösungen diskutieren? Dann sind sie hier genau richtig!

Mögliche Themen: Sicherheit und Sauberkeit im Kiez, Verschönerung öffentlicher Räume, Gemeinschaftsgärten, Mietenproblematik, Kunst und Kultur im Quartier, Bildung, Sport, lokale Ökonomie, soziale Teilhabe, Nachbarschaftshilfe... All dies sind mögliche Beispiele zu Themen, die im Quartier heiß diskutiert werden. Schlagen Sie ein Thema für den nächsten Tisch vor, wir greifen es gerne auf! (E-Mail: nicole.bosa@qm-zentrumkreuzberg.de)


Thementisch – „Die Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße – vom Haus für Bücher zum Haus für Menschen?“

Donnerstag, 13. Juli 2017, 18.30 bis 20.30 Uhr, Mittelpunktbibliothek, Adalbertstr. 2, 10999 Berlin

Ein verändertes Medienkonsumverhalten, neue Bildungskonzepte und moderne Technologien führen weltweit zu einem grundlegenden Strukturwandel im Bibliothekswesen. Auch im Erwachsenenbereich der Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße ist diese Entwicklung spürbar. Einzig das Angebot Medien ausleihen zu können, scheint die Menschen nicht mehr in die Bibliothek zu ziehen, neue Ideen und Nutzungskonzepte sind also gefragt. Vor diesem Hintergrund luden die Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße und das Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße gemeinsam ein. Ziel war es, mit dieser Auftaktveranstaltung einen längerfristigen Dialog zu eröffnen, um sich mit Menschen aus der Nachbarschaft dem Thema anzunähern: sollte die Bibliothek ihr Konzept erweitern, und wenn ja – wie und womit? Wie kann aus einem Haus für Bücher und andere Medien ein attraktiver Ort für die Stadtgesellschaft werden? Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich dabei für Initiativen, Vereine und Träger im Stadtteil?

Eine Zusammenfassung und erste Ergebnisse finden Sie hier.


Thementisch „Nachbarschaft leben“

Mittwoch, 04.05.2016, 19:00 - 21:00 Uhr, Quartiersmanagement Büro, Dresdener Straße 12, 10999 Berlin

Gemeinsam geht vieles leichter: In einer gelebten Nachbarschaft unterstützen sich Nachbarn gegenseitig im Alltag, kümmern sich um ihr Zuhause und stellen gemeinsam etwas auf die Beine, wie z.B. Nachbarschaftsgärten, Hoffeste oder Flohmärkte. Im September 2015 startete mit “Kiez hilft Kiez” ein Projekt, das sich die Stärkung von Nachbarschaftshilfe im Quartier auf die Fahnen geschrieben hat. Was bedeutet eine gute Nachbarschaft konkret für Sie? Wo würden Sie gerne mitmachen? Welche Hilfsmittel und Aktionen wünschen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft, um mit Ihren Nachbar*innen in Kontakt zu kommen? Zusammen mit Herrn Spätling vom Team „Kiez hilft Kiez“ wurden Antworten gesucht. Zunächst wurde gemeinsam definiert, was die Anwesenden sich unter einem guten Nachbarschaftsleben vorstellen -- mehr Kommunikation, Aufmerksamkeit und gegenseitige Hilfe, die Anonymität aufbrechen sowie regelmässige Treffen zwischen den Nachbar*innen und den verschiedenen Generationen waren die Wünsche und Vorstellungen, die geäussert wurden. Aber auch die Probleme bei der Umsetzung dieser Wünsche im Alltag wurden besprochen.

Lesen Sie hier einen ausführlichen Artikel zum Thementisch


Thementisch "Dein Kiez, deine Nachbarschaftsaktion - der Aktionsfonds"

Termin: 8.10.2015, 18:30 bis 20:30 Uhr, Kiezstube, Bergfriedstraße 24, 10969 Berlin

Wie können Bewohner*innen aktiv das nachbarschaftliche Miteinander mitgestalten? Wie kann der Aktionsfonds sie dabei unterstützen? Was für Aktionen können gefördert werden? Wie wird ein Antrag gestellt? Und wer kann einen Antrag stellen? Die Quartiersmanagements Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße und Wassertorplatz laden gemeinsam zum Thementisch Aktionsfonds.

In den letzten Jahren wurden rund um den Kotti und im Wassertorkiez viele tolle Aktionen, die das nachbarschaftliche Miteinander stärken, umgesetzt. Dennoch machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Menschen keinen Antrag stellen, weil sie noch nie von dem Aktionsfonds als Fördermöglichkeit gehört haben oder eine Antragstellung mit großem bürokratischen Aufwand verbinden. Oder sie suchen noch jemandem, der sie bei ihrer Aktion unterstützt. Vielleicht können sich einige auch nicht vorstellen, dass ihre Idee(n) überhaupt über den Aktionsfonds gefördert werden könnten. Gemeinsam wollen wir Fragen rund um den Aktionsfonds und die Antragstellung beantworten, Ideen für zukünftige Aktionen entwickeln und interessierte Menschen vernetzen. Dazu werden aus beiden Quartieren ehemalige Antragsteller*innen und Mitglieder der Aktionsfondsjury eingeladen, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Wir freuen uns auf Sie!

Zum Infoflyer hier


Themenreihe "Sauberkeit in unserem Kiez"

Einen aktuellen Bericht zum Thementisch finden Sie hier.

Am Abend des 18.03.2015 diskutierten beim 1. Thementisch „Sauberkeit in unserem Kiez“ Bewohner*innen im Quartiersmanagement über Herausforderungen und Lösungsansätze rund um das Thema “Sauberkeit im Kiez”.

Es wurde schnell deutlich, dass Vielen besonders zwei Punkte ein großes Anliegen sind. Da sind zum einen die Grünanlagen und Spielplätze im Kiez, genannt wurden hier vor allem die Grünanlage am Oranienplatz und der Skalitzer Park sowie die Spielplätze in der Naunynstraße und Dresdener Straße. Zum anderen sollen die Gehwege und öffentlichen Plätze / Treffpunkte, besonders aber die Durchgänge und Unterführungen rund um das Kottbusser Tor „sauberer und ordentlicher“ werden.

Das QM-Team hat die Ergebnisse des 1. Thementisches ausgewertet und genannte Probleme sowie erste Lösungsideen aus Bewohner*innenperspektive gebündelt und hieraus ein Gesamtkonzept zum Thema „Sauberkeit im Quartier“ entwickelt. Im Dialog mit Fachexperten sollen nun Sachstände, Regelungen und Zuständigkeiten geklärt, Ideen, Möglichkeiten für Aktionen und Maßnahmen ausgelotet werden, z.B. Sensibilisierungskampagnen zum bewussten Umgang mit Müll, im verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Freiflächen (Spielplätze, öffentliche Grünanlagen und Treffpunkte).

3. Thementisch "Sauberkeit in unserem Kiez": „Sauberkeit und Ordnung auf Gehwegen- Gewerbe für mehr Sauberkeit“

Im Dialog mit Vertretern der Polizei und dem Ordnungsamt soll die Situation Rund ums Kottbusser Tor genauer beleuchtet werden. Es soll mehr Transparenz für die Bewohnerschaft bzgl. formalen Leitlinien und Zuständigkeiten, Möglichkeiten von Ordnungsamt und Polizei erwirkt werden - insbesondere bei der Ausgestaltung des Sondernutzungsrechts. Zudem wird die Frage behandelt, ob und wie das Gewerbe besser beim Thema Müllreduzierung und -vermeidung einbezogen werden könnte. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus dem Gewerbe sollen gebietsspezifische Lösungsansätze entwickelt werden.

Termin: 16.09.2015, 19:00 bis 21:00 Uhr im QM-Büro


Ergebnis 2. Thementisch "Sauberkeit in unserem Kiez": „Aufenthaltsqualität von Grünanlagen, öffentlichen Plätzen und Spielplätzen“

Am 17.06.2015 diskutierten im QM-Büro Bewohner*innen mit einem Vertreter der Berliner Stadtreinigung, Herr Andrae (Logistikleiter der BSR) über Regelungen in Bezug auf die Pflege von Grünanlagen, Plätzen, Spielplätzen und dem öffentlichen Straßenland. Für die Reinigung und Pflege der Grünanlagen und Spielplätze ist das Bezirksamt/ Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg zuständig. Geschützte Grünanlagen im Sinne des Berliner Grünanlagengesetzes sind alle öffentlich gewidmeten Parks, Grünflächen und Kinderspielplätze, aber auch Stadtplätze können durch Widmung den Status einer geschützten Grünanlage erlangen, wie z.B. der Oranienplatz. Es gibt auch Grünflächen, die dem Status des Berliner Straßengesetzes unterliegen. Diese begrünten Flächen werden als Straßenbegleitgrün bezeichnet. Im öffentlichen Straßenland ist die BSR für die Reinigung zuständig. Alle Straßen sind in sog. Reinigungsklassen eingestuft. Im Quartier herrscht in nahezu allen Straßen die höchste Reinigungsklasse, d.h. mehrmals täglich wird sauber gemacht. Sondernutzungsflächen wie z.B. Außenbestuhlungsbereiche von Gastronomen müssen von den Verantwortlichen selbst gereinigt bzw. sauber gehalten werden.

Mit den Teilnehmer*innen wurden im Dialog Ideen für Aktionen und Kampagnen zur Aufklärung und Sensibilisierung von Bewohner*innen und Besucher*innen gesammelt, wie das Problem- und Verantwortungsbewusstsein bei den Nutzer*innen gestärkt werden kann. Konkret geplant ist es, das Projekt "Kehrenbürger" der BSR im Quartier anzusiedeln. An zwei Standorten sollen die kostenlosen Reinigungsausrüstungen der BSR zur Ausleihe angeboten werden. Bewohner/innnen, die ehrenamtlich eine "Saubermach-Aktion" durchführen wollen, können dafür das Equipment ausleihen, die Standorte werden noch bekannt gegeben. Es wurde auch angeregt, sog. "Bußgeld-Tage" durch das Ordnungsamt einzuführen, d.h. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind an diesen Tagen im Quartier besonders präsent und verteilen gezielt Bußgeldbescheide gegen Ordnungswidrigkeiten auf Grünflächen und Spielbereichen. Dadurch soll das Problembewusstsein bei den Betroffenen gestärkt werden und eine Verhaltensänderung erwirkt werden.


Ergebnis 1. Thementisch am 18.03.2015: "Sauberkeit in unserem Kiez"

Besonders auffällig ist das offensichtlich fehlende Sauberkeitsbewusstsein von Bewohner*innen und Besucher*innen. Die Straßenzüge sind vor allem in den warmen Monaten enorm verschmutzt und es kommt das Gefühl auf, dass sich keine Gedanken über eine angemessene Müllbeseitigung gemacht werden.

Grünflächen sowie Spielplätze bieten in den meisten Fällen keine Aufenthaltsqualität und stellen aufgrund von Zweckentfremdungen durch Jugendliche, Obdachlose, Drogenkonsumenten und "Partygängern" in den Abend- und Nachtstunden, die dort dann ihren Unrat hinterlassen, oftmals auch eine Gefahr dar. Immer wieder werden Glasscherben von kaputten Flaschen, Zigarettenstummel und Spritzen gefunden.

Ein weiteres Hauptproblem stellt die illegale Entsorgung von Sperrmüll dar. Anstatt diesen ordnungsgemäß von der BSR entsorgen zu lassen, wird der Sperrmüll nicht selten einfach auf Straßen, Höfen und Gehwegen abgestellt.

Auch wurden die großen Müllmengen von Gewerbe und Gastronomie benannt. Zu kleine bzw. wenige Mülltonnen mancher Inhaber führen dazu, dass deren Müll entweder in den Mülltonnen der Mieter landet oder offen auf den Hof gestellt wird, wodurch sich der Rattenbefall in der Gegend erhöht.

Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass Ordnungsamt und Polizei viel zu wenig Präsenz im Kiez zeigen.

Um die Sauberkeit im Gebiet zu erhöhen, wurden von den Anwesenden beim Thementisch viele Lösungsideen genannt. Vor allem muss das Sauberkeitsbewusstsein in allen Altersklassen gestärkt werden. Des Weiteren wird sich mehr Präsenz von Ordnungsamt und Polizei gewünscht, wodurch einige Probleme wie beispielsweise die Zweckentfremdung von Spiel– und Grünflächen deutlich verringert bzw. vielleicht sogar beseitigt werden könnten.

In der Nachbereitungsphase werden nun die Ergebnisse vom QM-Team ausgewertet. Beim nächsten Thementisch sollen die Ergebnisse vertieft und unter Einbezug von Fachexperten der BSR, Ordnungsamt, Polizei etc. auf Machbares und Mögliches diskutiert werden.

Projektideen und Anregungen sind weiterhin willkommen!