Archiv Kiezgeschehen

Gesammelte Artikel aus den letzten Jahren:

Neue Fische im aquarium: Der Kotti hat gewählt!

Der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury im QM-Gebiet Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße wurden für die nächsten zwei Jahre neu gewählt.

Seit dem 30.11.2017 stehen die Mitglieder der BewohnerInnengremien, Quartiersrat und Aktionsfondsjury, für die nächsten 2 Jahre fest. Insgesamt 18 AnwohnerInnen aus dem QM-Gebiet rund um das Kottbusser Tor hatten sich für die beiden Gremien zur Wahl aufstellen lassen, um gemeinsam über Handlungsbedarfe, Strategien und Verbesserungsmaßnahmen zu diskutieren, sowie über Aktionen und Projekte mitentscheiden zu können. Sie alle wurden erfolgreich gewählt!

Die Mitglieder von Quartiersrat und Aktionsfondsjury 2017 - 2019

Die Mitglieder von Quartiersrat und Aktionsfondsjury 2017 - 2019

Die Wahlveranstaltung im Nachbarschaftsforum aquarium war gut besucht: Das Publikum setzte sich aus NachbarInnen, KandidatInnen, WahlhelferInnen und den MitarbeiterInnen aus dem Quartiersmanagement, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und aus dem Bezirksamt zusammen. Bevor sich jede/r einzelne KandidatIn mit seinem/ihrem speziellen Anliegen für den Kiez vorstellte, bedankte sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Arbeit, Bürgerdienste, Gesundheit und Soziales von Friedrichshain-Kreuzberg, Herr Knut Mildner-Spindler, beim QM-Team und bei den engagierten NachbarInnen für die Arbeit der letzten zwei Jahre. Dabei betont er, dass die Wahl der BewohnerInnengremien am Kottbusser Tor vor allem daher eine sehr wichtige sei, da das Gebiet auch in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen stehe.

Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler

Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler

Viele KandidatInnen wohnen seit Jahren im Kiez; eine Kandidatin bringt es auf stolze 42 Jahre. Die meisten setzen sich schon lange in einem der beiden Gremien für „ihren Kotti“ ein, doch auch neue Gesichter stellten sich zur Wahl. Sie alle haben unterschiedliche Beweggründe, um sich ehrenamtlich im Kiez zu engagieren: Die Themen reichen von Mieterschutz bis Wohnumfeld, von Bildung bis Kulturförderung, von Nachbarschaft bis Sicherheit. Der Quartiersrat ist das Instrument der Interessenvertretung der AnwohnerInnen und setzt sich aus BewohnerInnen und sogenannten „Starken Partnern“ des QM zusammen (Institutionen, Vereine, Gewerbetreibende etc.). Die Aktionsfondsjury besteht ausschließlich aus Nachbar*innen und entscheidet über Aktionen und Veranstaltungen im Quartier.

The Brüder Band

The Brüder Band

Während die Wahlergebnisse ausgezählt wurden, spielten zwei junge Musiker aus Aleppo „The Brüder Band“ traditionelle arabische Musik. Die beiden sind seit zwei Jahren in Berlin und das QM ZKO möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Brüder hier noch mehr ankommen, sagte Laila Atrache-Younes, Leiterin des QM ZKO. Nach Auszählung der Stimmen stand fest, dass alle KandidatInnen gewählt worden waren: Es wurden zehn Bewohnervertreter*innen in den Quartiersrat und acht in die Aktionsfondsjury gewählt. „Es ist noch viel zu machen“, sagte eine der Neugewählten mit Nachdruck. In diesem Sinne bleibt den engagierten NachbarInnen eine erfolgreiche Arbeit in den beiden Gremien in den nächsten zwei Jahren zu wünschen!

Hier können Sie den Informationsflyer zum Quartiersrat runterladen. Hier können Sie den Informationsflyer zur Aktionsfondsjury runterladen.

Kotti morgen! Kotti yarin! Kotti غدا

Bewohner*innenforum im aquarium

Am 19. Oktober 2017 stellte das Team vom Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg unter dem Motto „Kotti morgen!“ die Eckpunkte seiner Arbeit bis zum Jahr 2020 vor. Bewohner*innen, Quartiersrät*innen und Akteur*innen im Gebiet waren eingeladen, die bereits laufenden Projekte im Quartier kennenzulernen und sich über die Maßnahmen und Planungen für die kommenden zwei Jahre zu informieren.

Alle Reihen im Nachbarschaftsforum aquarium hinter dem Südblock direkt am Kotti waren gut gefüllt. Neben Nachbar*innen, Sozialarbeiter*innen von Fixpunkt e.V., Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen von Einrichtungen und Projekten im Gebiet waren auch Vertreter*innen der Verwaltungen und der Polizei anwesend. Bevor Laila Atrache-Younes, Leiterin des QM ZKO, und ihr Team zu Wort kamen, bedankten sich Ralf Hirsch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Jana Nowratzky vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für die Arbeit der letzten zehn Jahre. Ralf Hirsch bezeichnete das Gebiet rund um das Kottbusser Tor als "politisch wichtigstes Quartier" und hob die positiven Rückmeldungen hervor, die die Ausstellung an der Fassade des Neuen Kreuzberger Zentrums "Augen-Blicke" (eine Aktion im Rahmen des Soziale-Stadt-Projektes „Wir sind der Kotti“) zurzeit in der Nachbarschaft und in den Medien findet.

Das Quartiersmanagement ZKO erstellt alle zwei Jahre ein neues Handlungskonzept, analysiert die Stärken und Schwächen im Gebiet und erarbeitet mit allen Partner*innen die zukünftigen Handlungserfordernisse und Strategien. Das QM-Team verwies in seinem Vortrag auf erfolgreiche vergangene Projekte, wie z.B. den Umbau des ehemaligen Aquarien Meyer in das Nachbarschaftsforum aquarium im Jahr 2016, der mit Mitteln des Baufonds des Programms „Soziale Stadt“ finanziert wurde. Die zukünftige Arbeit des QM ZKO wird sich vor allem auf die Themenbereiche „Nachbarschaft / Gemeinswesenarbeit“, „Öffentlicher Raum“ und „Vernetzung & Einbindung der Partner*innen“ konzentrieren -- die Optimierung der Partizipation der Bewohner*innen und der Einbindung der Akteur*innen bzw. der beteiligten Partner*innen ist ein Querschnittsziel aller Themenbereiche.

Das QM-Team erläuterte auch die Aufgaben und die Bedeutung der beiden Bewohner*innengremien. So entscheidet die Aktionsfondsjury über Aktionen von Bewohner*innen für Bewohner*innen, welche aus dem Aktionsfonds gefördert werden. Der Quartiersrat ist ein wichtiges Instrument der Bewohner*innenbeteiligung, der über Handlungserfordernisse und Lösungsansätze für eine positive Quartiersentwicklung diskutiert und über Maßnahmen bzw. Strategien mitentscheidet. Die Bewohnervertreter*innen des Quartiersrates und der Aktionsfondsjury werden am 30.11.2017 neu gewählt.

Zum Abschluss des Abends konnten alle Besucher*innen der Veranstaltung an den vier Thementischen, „Nachbarschaft, Zusammenleben & Bildung“, „Lebenswertes Wohnumfeld“, „Zusammenarbeit & Beteiligung“ und „Mitreden & Mitgestalten“, mitdiskutieren, Fragen stellen und eigene Vorschläge einbringen.

Das komplette Handlungskonzept können Sie hier lesen

AUGEN-BLICKE

Eine Ausstellung an der Fassade des Neuen Kreuzberger Zentrums (im Rahmen des Soziale Stadt-Projektes „Wir sind der Kotti“)

Viele waren gekommen – Bewohner*innen und Akteur*innen des Kiezes sowie Gewerbetreibende vom Kottbusser Tor, um am 22.09.2017 an der offiziellen Eröffnung der Ausstellung „Augen-Blicke“ teilzunehmen. Katrin Lompscher, Senatorin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, nahm ebenfalls an der Eröffnungsfeier teil. In Ihrer Ansprache bedankte sie sich bei allen Anwohner*innen, lobte die Idee der Aktion und pries die Arbeit und das große Engagement der Akteur*innen für das Kottbusser Tor.

Das Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße und der Projektträger Kotti-Coop e.V. betonten in ihren Reden die Besonderheit des Projektes und wiesen im Speziellen auf die Intention der ungewöhnlichen Ausstellung hin. Das Kottbusser Tor, seit einigen Jahren im Fokus der Medien als „Brennpunkt“ – „No-go-Area“ und als „gefährlichste Platz Berlins“, soll u.a. durch diese Aktion eine positive Wirkung nach außen erzielen, um den Negativbildern der letzten Jahre etwas entgegenzusetzen. Die Anbringung der 20 großformatigen Augenpaare an den Balkonen der Wohnungen im Neuen Kreuzberger Zentrum sollen verdeutlichen, dass am Kottbusser Tor viele Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschichten, Kulturen, Hintergründen usw. leben. Diese Ausstellung gibt all den Bewohner*innen hier ein Gesicht! Alexander Kaltenborn (Kotti-Coop e.V.) bedankte sich in seiner Ansprache bei allen Anwohner*innen, die das Projekt tatkräftig unterstützt haben, bei den Akteur*innen, wie den Kotti-Shop, der nun seit 10 Jahren Angebote für die Kinder, die im Neuen Kreuzberger Zentrum leben, durchführt und bei allen weiteren engagierten Bewohner*innen des Kiezes.

Hier geht es zum Beitrag in der Berliner Abendschau

Nachbarn feiern engagement am Kotti

Zusammen mit Anwohner*innen und lokalen Initiativen hat das Projekt Kiez hilft Kiez am Samstag, den 8. Juli 2017 ein großes Nachbarschaftsfest gefeiert.

Auf dem Gelände zwischen der Mittelpunkt Bibliothek und dem neuen Kreuzberger Zentrum gab es Spiele, Kuchen, Getränke und Musik von Anwohner*innen für Anwohner*innen.

Nachbarschaftsvereine haben über ihre Arbeit informiert und neue engagierte gesucht und gefunden.

Das Fest war auch ein großes Dankeschön an alle, die sich tagtäglich für die Nachbarschaft rund um das Kottbusser Tor einsetzen. Besonderer Höhepunkt war der Auftritt der international besetzten Band Vimaya. Bei den Kindern kamen die Boxspiele und Tattoos besonders gut an. Das Team von Kiez hilft Kiez dankt allen, die das Fest mit ermöglicht haben, besonders Kotti e.v., der Mittelpunkt Bibliothek, der Camp Group, dem Mieterrat vom NKZ und der Kremer Hausverwaltung.

Nachbarschaftsfest an der blog_huette

Am Freitag dem 19.05.17 lockten die Sonne und ein buntes Programm Kreuzberger*innen zu einem Nachbarschaftsfest an der „blog_huette“, dem Nachbarschaftstreff im Innenhof des Blocks 87, Zugang über die Admiralstraße 37, 10999 Berlin.

Den musikalischen Auftakt zum Fest lieferten die Trommel-Sambagruppe "Kreuzberger Knallfrosch Combo" aus der Gustav-Meyer-Schule und die Schulband der Jens-Nydahl-Grundschule, die "Rockkids". Mit viel Energie und tollen Rhythmen läuteten die Kinder den Nachmittag ein.

Während einige ihre Decken auf der Wiese zu einem Familienpicknick ausbreiteten und die angebotenen Köstlichkeiten – Waffeln, Hot Dogs, Tee und Kaffee – schlemmten, bestaunten andere das vielfältige Angebot – liebevoll zusammengestellt von Elisabeth Scholz-Yildiz, der Koordinatorin des Nachbarschaftstreffs blog_huette. Für Kinder wie auch Erwachsene gab es einiges zu entdecken. Die Kleinen konnten sich im Fühlmemory und einem Riechspiel ausprobieren, Samenkugeln herstellen, Filzen, Malen, und Musizieren. Auch das Kinderschminken durfte natürlich nicht fehlen.

Andere konnten die Plakatpräsentation „Zwischen Gestern und Heute“ zum Kooperationsprojekt des Museums der Dinge und der Jens-Nydahl-Grundschule über das „Luckhardt-Haus“ bestaunen, der Hochbau prägt nun schon seit den 1950er Jahren das Kottbusser Tor. An vielen Ständen informierten sich Interessierte über Projekte und Angebote im Kiez. Das Projekt „Kiez hilft Kiez“ ( http://kiezhilftkiez.de/) informierte zum Thema Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagements, das Team vom Quartiersmanagement informierte zum Aktionsfonds (https://www.qm-zentrumkreuzberg.de/Mitmachen/Gute%20Idee%20-%20kein%20Geld/) und Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Stadtteilentwicklung. Auch praktische Unterstützung wurde geleistet: so bot zum Beispiel die Caritas einen kostenlosen „Stromsparcheck“ für Menschen mit geringem Einkommen an ( http://www.stromspar-check.de). Die Besucher*innen konnten auch ihre Wünsche für den Kiez äußern. Auf kleinen Zetteln, aufgereiht an einer Wäscheleine, erfuhr man, dass sich die Nachbar*innen mehr Miteinander und mehr Achtsamkeit wünschen.

Alles in allem war es ein erlebnisreicher und sonniger Nachmittag. Ein Ort zum Verweilen und Beisammensein.

Tag der offenen Tür im QM Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße

Das Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße hatte am 10.Mai seine Türen geöffnet und große wie kleine Nachbar*innen geladen. Für alle war etwas dabei. Der Nachmittag war gefüllt von Erlebnissen und Angeboten. Für die kleinen Kiezbewohner*innen gab es angeleitete Spielplatz-Aktionen, durchgeführt von der CamP Group. An dem Kiezquiz und der anschließenden Tombola konnten alle teilhaben und ausgefallene Preise gewinnen, gestiftet von Gewerbetreibenden vom Kotti. Ein besonderer Dank geht an: SO36, allet rund, Südblock GmbH / Möbel Olfe, I love shoes, Fräulein Wild, Copy Trigger, Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße, Alimentari i Vini, Foto Kotti! Die großzügigen Spenden für die Tombola haben dazu beigetragen, dass dieser Tag eine bleibende Erinnerung bei vielen hinterlassen wird. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, ein liebevoll zusammengestelltes Buffet lieferte die Energie für das volle Programm.

Wer wissen wollte, was den Kiez bewegt und vor allem, wer den Kiez bewegt, auch der kam auf seine Kosten. Mehrere Mitglieder des Quartiersrats und auch im Kiez ansässige Projekte wurden vorgestellt. Es präsentierte beispielsweise die Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße ihren Traum von einer Bibliothek am Kotti, nicht nur als Ort des Lesens und Lernens, sondern auch als Ort der Begegnung und als Anlaufstelle für die Menschen im Kiez.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ankunft des Operndolmuş der Komischen Oper Berlins, ein Opernprogramm in Kleinbusbesetzung und deren anschließende Aufführung des neuen Programms „Selam Opera - In zwei Heimaten zuhause“. Fünf professionelle Musiker*innen und Sänger*innen trugen sieben Arien und Duette auf Russisch über Türkisch bis Italienisch vor. Bis auf den letzten Platz war das QM besetzt und allesamt waren von der spannungsreichen und lebendigen Darbietung der Künstler*innen begeistert.

In der anschließenden Diskussion standen die Teilnehmenden und der künstlerische Leiter Mustafa Akça bereit für allerlei Fragen, wie etwa: Was ist ein Bajan, welche Sprachen haben wir eigentlich gerade gehört und wie ist dieses Projekt überhaupt entstanden? Ganz klar, das interkulturelle Projekt möchte Brücken bauen und Mauern einreißen. Eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe zwischen allen Teilen der Gesellschaft sei das Ziel, so Akça.

Dies ist ohne Zweifel sowohl „Selam Opera“ wie auch dem QM und seinen Besucher*innen an diesem Mittwochnachmittag in Kreuzberg gelungen.

Kiez hilft Kiez

Das Team von „Kiez hilft Kiez“, das Projekt zur Verbesserung der Nachbarschaftshilfe und zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements, wird seit Januar 2017 von Bianca Reuper unterstützt.

Was Frau Reuper zu ihrer Arbeit im Kiez sagt, was sie vorhat und plant, sagt sie in einem kurzen Interview.

Hallo Bianca! Erzähl doch wer du bist und für wen du arbeitest. Ich bin Bianca. Ich bin seit kurzem im Team von „Kiez hilft Kiez“ dabei und arbeite jetzt mit Robin und Sarah zusammen. Im Auftrag des Quartiermanagements bauen wir Strukturen für das Ehrenamt auf und fördern die Nachbarschaftshilfe rund um das Kottbusser Tor.

Was hat dich dazu bewegt den Job zu machen? Was ist deine Verbindung zum Thema und zum Ort? Ich habe Soziologie, Politikwissenschaften und Humangeographie studiert mit dem Schwerpunkt auf Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung. Ich selbst bin auch seit sehr, sehr vielen Jahren immer irgendwo ehrenamtlich aktiv gewesen und habe versucht, das Ehrenamt und Engagement den Menschen nahezubringen und sie zu motivieren. Zum Beispiel war ich im Wedding lange in einem Kulturverein aktiv und habe da auch kleine Nachbarschaftsprojekte auf die Beine gestellt. Es ist schön zu sehen, was man bewirken kann, wenn man andere Menschen motiviert und ihnen ein bisschen auf die Sprünge hilft. Damit lässt sich sehr viel verändern. Ich komme zwar nicht aus Kreuzberg, sondern aus dem Wedding, aber ich finde den Kiez und die Heterogenität der verschiedenen sozialen Gruppen hier sehr spannend.

Du bist also auf Bürgerbeteiligung spezialisiert. Wie tretet ihr denn ran an die Anwohner*innen? Im Moment haben wir verschiedene Angebote um verschiedene Gruppen zu erreichen. Vor allen Dingen macht sich das darin bemerkbar, dass wir mit Honorarkräften arbeiten, die Türkisch und Arabisch sprechen. D.h. wir versuchen wirklich auch alle sozialen Gruppen mit einzubinden und zwar auch zu verschiedenen Zeitpunkten.

Was sind eure konkreten Angebote? Im April startet wieder der offene Nachbarschaftstreff. Der soll morgens zwischen 10 und 12 Uhr stattfinden. Wir versuchen, so viele Leute wie möglich mit unseren Angeboten zu erreichen. Sie einfach einzuladen auf eine Tasse Kaffee, damit die Nachbar*innen sich kennenlernen. Wir sagen: kommt vorbei, lernt euch erst einmal kennen. Weil wenn ihr euch kennenlernt, dann kann man einander auch helfen. Da werden dann Kompetenzen ausgetauscht und Potentiale werden so gebündelt.

Wir haben unter anderem auch den Engagement-Stammtisch. Immer einmal im Monat im Café Kotti. Ercan vom Café Kotti hat beim letzten Mal von seiner Arbeit berichtet. Wir werden auch die Themen aufgreifen, die die Bewohner*innen äußern. Der Stammtisch findet abends statt. Also da kann man auch abends nach dem Job hinkommen.

Wir wollen auch größere Aktionen im Kiez vorbereiten. Ein Engagement-Fest zum Beispiel, das wir organisieren. Das findet am 8. Juli statt. Da versuchen wir zum Beispiel auch alle Institutionen, alle Akteure, die hier im Kiez aktiv sind, auch kleinere Vereine mit einzubeziehen. Hier im Innenhof hinter der Bücherei wird das Fest stattfinden. Wir möchten, dass jeder mithilft und dass wir alle da zusammen mit anpacken. Leute, die sich engagieren wollen, können kommen und sich informieren und die einzelnen Aktiven auch mal so kennenlernen.

Gibt es eine Rückbindung an politische Entscheidungsstrukturen? Eine große Frage, die es gerade gibt, ist zum Beispiel die Wohnungsfrage und die Mietenpolitik. Wenn jetzt bei einem eurer Treffen Menschen sagen "Wir brauchen Unterstützung, die degewo hat uns eine Mieterhöhung geschickt", was passiert dann? Also im Prinzip verstehen wir uns als ein Bindeglied, das versucht die verschiedenen aktiven Organisationen und Institutionen, die hier im Kiez schon aktiv sind, zu vereinen. Ich meine, der Kotti ist ja nicht seit gestern so ein sehr vielseitiger Ort, wo es viele Aktive gibt, also Kotti e.V. und Kotti und Co, Türkiyemspor, oder Ercan und das Café Kotti. Wir geben den Menschen Tipps, wo sie Hilfe bekommen. Also für Mieten zum Beispiel gibt es ja bereits Aktive oder für Nachhilfe, Lernprobleme und Bildung. Chip, das Jugendhaus, ist zum Beispiel eine solche Institution. D.h. wir versuchen die Leute, die Hilfe benötigen, an die Vereine, die eben diese Hilfestellung schon anbieten, weiterzureichen.

Wie erreichen euch die Leute? Wo kann man euch treffen? Man erreicht uns am besten über die Nachbarschaftshotline und trifft uns hier im Kiez. Ansonsten bei den offenen Nachbarschaftstreffs und den Stammtischen.

Alle aktuellen Angebote und Veranstaltungen finden sich am gelben Brett in der Bibliothek und auf unserer Webseite. Außerdem werden wir Kiezboxen aufstellen an zentralen Orten hier im Kiez, z.B. im Späti oder in der Bibliothek, wo man seine Anliegen, seine Angebote, seine Fragen reinwerfen kann. Der Vorteil ist, dass man das mehr oder weniger anonym machen kann, also Anregungen, Wünsche oder Tipps für den Kiez. Aber auch eben so etwas wie: Ich möchte mich gerne engagieren für den Kotti oder ich kann gut Englisch Nachhilfe geben. Das ist auch eine Möglichkeit, Kontakt zu uns aufzunehmen.

Vielen Dank und viel Erfolg bei euren Unternehmungen.

Termine Engagement Stammtisch 23. März von 18:30-20:30 Uhr Café Kotti (Adalbertstraße 96, 1. Stock, 10999 Berlin)

Offenes Nachbarschaftstreffen Ab April Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben.

Engagement Fest 8. Juli, nachmittags auf dem Gelände Adalbertstraße 2, 10999 Berlin (Spielplatz hinter der Namik-Kemal-Bibliothek)

Kontakt Nachbarschafts-Hotline: 030-55572976 E-Mail: kiezhilftkiez@chariteam.de Website

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Fixpunkt e.V. klärt auf – über den Umgang mit Drogengebraucher*innen und Konsumrückständen

Am Donnerstag, den 26.01.2017 fand, mit Unterstützung des QM Zentrum Kreuzberg eine Veranstaltung des Bezirksamtes / Plan- und Koordinierungsstelle Gesundheit im aquarium statt, auf der Fixpunkt e.V. die Bewohner*innen über Drogenkonsum in ihrem Nachbarschaftsumfeld informierte. Der Umgang mit den konsumierenden Personen und hinterlassenen Utensilien war der Fokus des Impulsvortrags eines Mitarbeiters des Vereins für Suchtbegleitung.

Wie ist am besten mit Konsument*innen umzugehen, die sich in Hauseingängen, unter Unterführungen und auf Spielplätzen aufhalten? Was ist zu tun, wenn sich an einer Spritze verletzt wurde? Insgesamt lieferte Fixpunkt e.V. eine umfassende und kompetente Aufklärung zum Thema Drogenkonsum und Infektionsrisiken. Die darauffolgende Diskussion gab Raum, um die Problemlage über die von allen Anwesenden geschätzte Arbeit von Fixpunkt e.V. hinaus zu diskutieren.

Hier kamen vor allem Unsicherheiten und Frustration im Umgang mit Konsumierenden zur Sprache. Es wurde von nicht mehr nutzbaren Spielplätzen, Tiefgaragenplätzen und blockierten Hauseingängen berichtet. Die aufgestellte Polizeistreife auf dem Kotti führe nur dazu, dass sich der Konsum und einhergehende Probleme weiter in die Häuser der Anwesenden verlagere, so eine Anwohnerin. Diese Probleme, so der Fixpunkt-Mitarbeiter, würden zu 90% in den Verantwortungsbereich der entsprechenden Hausverwaltung fallen. Die habe dafür Sorge zu tragen, dass die Gelände sauber und frei von Konsumutensilien seien und sich Unbefugte keinen Zutritt zu den Häusern verschaffen könnten. Dennoch, die Anwohner*innen wünschten sich, Fixpunkt e.V. solle die Konsument*innen weiter verstärkt für ihre Umgebung sensibilisieren. Eine Anwohnerin regte ein Pfandsystem für Spritzen an. Auch ein Verständnis für die Probleme der Drogenkonsument*innen fehlte nicht.

Ein Anwohner berichtete von einem nicht zu tolerierenden gewaltsamen Übergriff auf einen Drogenkonsument*innen im eigenen Hauseingang, ausgeübt durch einen Nachbarn. Alle Anwesenden waren sich schlussendlich einig, dass die Problemlage komplex ist. Zwar gäbe es einen von Fixpunkt e.V. betriebenen Drogenkonsumraum, einen sogenannten Druckraum, in der Reichenberger Straße, dieser sei jedoch nur 5 Stunden täglich geöffnet und liege zu weit entfernt von der Konsument*innenszene am Kotti. Große Zustimmung fand die Forderung nach geeigneten Druckräumen im Bereich des U-Bahnhofs Kottbusser Tor. Dies liege allerdings außerhalb des Einflusses von Fixpunkt e.V. Für diese politische Entscheidung müssten die Verantwortlichen in Bezirk und Senat gewonnen werden. Dazu, und darin waren sich die Anwesenden einig, müssten alle Akteur*innen sich weiter organisieren.

Erste Schritte hierzu sind getan. Bereits im letzten Jahr fand ein Strategietag des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg statt, der sich u.a. auch diesem Thema annahm. Vertreter*innen der anliegenden Gewerbe, des Quartiers-Rates, der Polizei, der Wohnungsbaugesellschaften und anderer wichtiger Partner*innen im QM Gebiet nahmen damals teil. Gemeinsam mit den Anwohner*innen und Konsument*innen muss nun weiter nach Lösungen gesucht werden.

Das „Aquarium“ am Kotti

Am 1. Dezember 2016 findet ab 16:00 Uhr die offizielle Eröffnungsparty des „Aquariums“ statt. 

Am Sonntag, den 20. November öffnete das „Aquarium“ seine Türen für alle interessierten An- und Bewohner*innen. Nach fast 11 Monaten Bauzeit stellten die Initiator*innen des Projektes an diesem Tag allen Besucher*innen des Kottikiezes die umgebauten Räumlichkeiten vor und luden bei Kaffee, Saft und Kuchen zu einer ersten kleinen Besichtigung ein.   Seit den siebziger Jahren befand sich hier in der Skalitzer Strasse 6 das Zierfisch-Fachgeschäft „Aquarien Meyer“, welches weit über den Kiez hinaus, nicht nur bei Fisch- und Wasserpflanzenliebhaber*innen, bekannt war. Nach dem Auszug des Fachgeschäfts 2015 gab es zahlreiche Mietinteressent*innen für die Räumlichkeiten.

Die Umbaumaßnahme wurde mit Fördermitteln aus dem Baufonds des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ umgesetzt. Heute entsteht hier auf der ca. 300 Quadratmeter großen Fläche ein Nachbarschaftsort -- ein Raum, der von allen Bewohner*innen und Akteuren aus dem Kottikiez zu einem Ort der Kommunikation, Information und des Austausches werden soll.

Die Initiator*innen des „Aquariums“, Richard, Claud, Tülin und Dennis, sind vom „Südblock“ direkt nebenan. „Die Idee zum „Aquarium“ entwickelten wir schon vor einiger Zeit, als immer deutlicher wurde, dass unsere Kapazitäten für Projekte, Bewohner*innentreffen und Veranstaltungen neben dem Party- und gastronomischen Teil im „Südblock“ den steigenden Anfragen und Bedürfnissen der Menschen um uns herum nicht mehr gerecht werden konnten“, berichtet Richard. Daher gründeten sie 2015 den Narrativ e.V. und überzeugten die Eigentümer mit ihrem Konzept und erhielten einen Mietvertrag für die kommenden zehn Jahre.   Ziel ist es, eine Schnittstelle und einen Raum für politische, soziale und kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Vereine und Projekte können die Räumlichkeiten im „Aquarium“ für Beratungsgespräche, Seminare, Workshops, Arbeitsgruppen, Nachbarschaftsversammlungen und Sozialberatungen nutzen.   Feste Kooperationspartner*innen sind bisher die Arbeitsgemeinschaft für selbstbestimmtes Leben Schwerstbehinderter Menschen e.V. und der Berliner Assistenzverein e.V., die sich in dem hinteren Bereich eingemietet haben. Das Besondere ist, dass ein Großteil der Fläche flexibel gestaltet ist. Die Räumlichkeiten bieten eine bauliche Unterteilung in drei Bereiche, von denen zwei durch bewegbare Stellwände und Rolltore eine flexible Nutzung ermöglichen. Auf diese Weise können weitere Vereine und Initiativen die Teilbereiche ebenso nutzen wie Organisationen und Gruppen, die eine temporäre Nutzung wünschen und / oder Aktivitäten umsetzen wollen. Neben einer „All Gender“ wurde auch eine geräumige, barrierefreie Toilette eingebaut. „Unser Anspruch ist, in nächster Zeit auch die Türen auszutauschen und mit automatischen Öffnern auszustatten und im Laufe der nächsten Monate dem „Aquarium“ immer mehr barrierefreie Elemente hinzuzufügen!“ berichtet Richard weiter.

Bei all den Umbauten bleiben aber auch einige Elemente des ehemaligen Zierfischladens erhalten. So werden beispielsweise die gelben Aquarienlampen gerade auf LED umgerüstet, um ins neue Interior integriert zu werden. Und obwohl noch im Umbau, so ist das „Aquarium“ zum Teil schon in Betrieb. Bereits in den letzten Wochen wurde schon mehrfach die Baustelle geräumt, um provisorisch Platz für erste Gruppentreffen zu schaffen.  

Eröffnung der neuen Schulbücherei in der Jens-Nydahl-Grundschule

Pünktlich zum dreizehnten bundesweiten Tag des Vorlesens fand am 18.11.2016  die feierliche Eröffnung der neuen Schulbücherei in der Jens-Nydahl-Grundschule statt. Nachdem sich schon alle voller Spannung vor der Tür der Bücherei versammelt hatten, machte der Chor der 1. Klasse einen wunderschönen Auftakt mit dem Lied Wir wollen Frieden und erntete großen Applaus dafür!

Im Anschluss daran durften die Schülersprecher*innen das rote Band durchtrennen, so dass endlich alle die neuen Räume bestaunen und es sich in der neugestalteten Bücherei gemütlich machen konnten.

Die Konrektorin, Frau Jürgens-Streicher, dankte allen Beteiligten und Mitwirkenden, vor allem den engagierten Lesepat*innen und dem Quartiersmanagement. Denn die Schulbücherei wurde mit Fördermitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“  neugestaltet, mit neuen Möbeln ausgestattet und mit deutsch- und türkischsprachigen Büchern „gefüllt“. Als besonderes Highlight begrüßte Frau Jürgens-Streicher dann die gebürtige Kreuzbergerin und Bundestagsabgeordnete der SPD, Frau Cansel Kızıltepe. Frau Kızıltepe erzählte den Schüler*innen, wie wichtig für sie selbst der Zugang zu Wissen durch Bücher in ihrer Schulzeit war, sie gehörte damals selbst zu den regen Nutzer*innen der Schulbücherei. Sie betonte, dass gerade für Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, Sprache und Lesen von großer Bedeutung ist, und versprach, sich als Politikerin für mehr Investitionen in Bildung einzusetzen.   Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung kam endlich der gemütliche Teil: Frau Kızıltepe war nämlich zum Vorlesen gekommen! Die Kinder waren begeistert und lauschten aufmerksam zwei Geschichten über die  Erlebnisse der „Olchis“.

Die „Hängenden Gärten“ von der Dresdener Straße

Die Fassade hin zur Dresdener Straße, auf der sich seit Jahren Künstler*innen, vor allem aber Sprayergruppen verewigen, hat ein neues „Gesicht“ bekommen: herunterhängende und kletternde Pflanzen werden die Fassade und somit auch das Straßenbild der Dresdener Straße verschönern. Gewählt wurde diese Form, damit die Außenfassade zukünftig nicht mehr mit Graffitis besprüht werden kann. 

Vertikale Gärten bzw. die besondere Technik dieser Art der Begrünung von Fassaden und Wänden ist ein Begriff, den der Künstler und Botaniker Patric Blanc geprägt hat. Wie das aussieht, kann man im Lafayette oder bei Dussmann in Berlin sehen.

Entwickelt wurde die Maßnahmeidee im Rahmen des Präventionsrundganges mit der Polizei / Dir. 5, Stab 42 / Prävention. Auf deren Empfehlung hin wurde die Peter-Lenné-Schule (Oberstufenzentrum Natur und Umwelt) kontaktiert, um die Konzeptionierung der Maßnahme den Schüler*innen im Rahmen eines Schulprojektes näherzubringen. Und das Interesse war groß: über mehrere Monate wurden Ideen ausgetauscht und Gespräche mit den Schüler*innen geführt, um die Möglichkeiten einer hängenden Begrünung zu erörtern. Vor allem widmeten sich die Schüler*innen Fragen wie „Welche Pflanzen kommen für die Begrünung in Frage?“ und „Wie sollten die Blumenkübel aussehen?“ bzw. „Aus welchem Material müssten sie sein?“. Auch zur Frage der geeigneten Bewässerung konnten die Schüler*innen wertvolle Ratschläge geben.   Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen. Das Ergebnis „in voller Blütenpracht“ werden die Anwohner*innen und Eltern der Kinder erst im nächsten Jahr bewundern können. Aber schon heute wirkt der Eingangsbereich des Kindergartens einladender.

Kreuzberg von oben - Die Soziale Stadt sagt "DANKE!"

Am 22. September 2016 im SkyLiveClub von JustMusic

Einmal im Jahr bedanken sich die Kreuzberger Quartiersmanagement-Teams bei all denen, die das Programm Soziale Stadt in Kreuzberg mit Leben füllen. Erstmals wurden dazu in diesem Jahr nicht nur Quartiersräte und Aktionsfondsjury-Mitglieder, sondern auch viele andere Engagierte eingeladen. Ein Bühnenprogramm mit Kabaretteinlagen und Livemusik begleitete den festlichen Abend im SkyLiveClub von JustMusic in der Oranienstraße.

Den kompletten Bericht zur Veranstaltung mit vielen Fotos des gelungenen Fests finden Sie hier.

Das Nachbarschaftsfest der blog_huette - Ort der Begegnung

Das laute Trommeln war bis zur Admiralstraße zu hören. Die Trommelgruppe der Gustav-Meyer-Schule in der Kohlfurter Straße machte am Freitag, den 27.05.2016, den Auftakt zum Nachbarschaftsfest der blog_huette im Südblock 87. Sie präsentierte mehrere Stücke ihres Repertoires und begeisterte die Gäste des Festes.

Alle sind sie gekommen -- die Anwohner*innen, Vertreter*innen der Einrichtungen im Quartier, Vertreter*innen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und die Akteure im Kiez, um am internationalen Tag der Nachbarschaft gemeinsam einen ganz eigenen Tag der Nachbarschaft zu feiern.

Elisabeth Scholz-Yildiz, die Koordinatorin der Nachbarschaftsarbeit in den Südblöcken (Kotti e.V.), hatte das Fest über viele Wochen mit allen Akteuren und Anwohner*innen geplant und organisiert.

Die Jens-Nydahl-Grundschule und das Kinderbüro, Loyal e.V. und die Heldenwerkstatt „Wimpelmania“, Chariteam und das Stadtteilzentrum Familiengarten – sie alle boten für die Kinder Spiele und kreativ-künstlerische Angebote an. So konnten die Kinder u.a. ihren eigenen Stoffbeutel gestalten, ein „Stempel-Bild“ oder einen Button selber kreieren. Daneben konnten sich die Gäste schminken lassen, sich sportlich betätigen oder einfach nur der Musik zuhören - und dabei auf dem Rasen „chillen“, auf dem viele Familien ihre Decke ausgebreitet hatten und picknickten.

Einer der Höhepunkte war die Schulband der Jens-Nydahl-Grundschule „Rockkids“. Fünf Schülerinnen spielten mehrere Songs aus Pop und Rock und begeisterten alle Anwesenden. Sie sangen und beherrschten ihre Instrumente so gut, dass sie bereits für andere Feste im Kiez „engagiert“ wurden.

Aber auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt: es wurde gegrillt und gab ein abwechslungsreiches Buffet.

Gemäß dem Motto „Nach dem Fest ist vor dem Fest“ fand am Abend die Aktion „Kehrbürger“ statt. Alle, die bei dieser Aktion mitmachen, erhalten von der BSR ein Kehrpaket. Und so zogen sie los, die Schüler*innen der Jens-Nydahl-Grundschule mit ihren orangefarbenen Westen und dem Besen in der Hand, um den Innenhof vom Müll zu befreien. „Verantwortung übernehmen“ hieß das Motto dieser Aktion, um Kinder für ihre Umwelt zu sensibilisieren.

Thementisch „Nachbarschaft leben“ – ein guter Anfang...

Dieser Artikel wurde von Nancy geschrieben. Sie ist 17 Jahre alt und im Kiez aufgewachsen. Als wir sie gefragt haben, ob sie Lust hat den Thementisch „Nachbarschafts leben“ zu besuchen und einen Artikel darüber zu schreiben, war sie direkt dabei.

Der erste Thementisch des Quartiersmanagements Zentrum Kreuzberg in diesem Jahr fand unter dem Motto: „Nachbarschaft leben“ am 04.05.2016 im Herzen Kreuzbergs statt.

Der Abend begann mit einer lockeren Diskussion, in der Geschichten ausgetauscht und Ideen gesammelt wurden, wie ein gutes Nachbarschaftsleben aussehen könnte.

Es standen viele Fragen im Raum: Was braucht es? – Wen braucht es? Und die wichtigste Frage: Warum gibt es noch kein Nachbarschaftsleben?

Um auf diese ganzen Fragen eine Antwort zu finden, war zur Unterstützung das Projekt „Kiez hilft Kiez“ eingeladen. Sie regten die Diskussion mit einem Zitat an: „Willst du die Dinge ändern, musst du dich ändern!“.

Zunächst wurde gemeinsam definiert, was die Anwesenden sich unter einem guten Nachbarschaftsleben vorstellen -- mehr Kommunikation, Aufmerksamkeit und gegenseitige Hilfe, die Anonymität aufbrechen sowie regelmässige Treffen zwischen den Nachbar*innen und den verschiedenen Generationen waren die Wünsche und Vorstellungen, die geäussert wurden. Aber auch die Probleme bei der Umsetzung dieser Wünsche im Alltag wurden besprochen.

Erwähnt wurde aber auch, dass es oft an Zeit und Energie fehle, sich mit den Nachbarn zu befassen. Außerdem gibt es manchmal Vorurteile unter einigen Nachbar*innen und auch auch seitens der Hausverwaltungen.

Nach dem Austausch stellte das Projekt „Kiez hilft Kiez“ konkrete Vorschläge vor, wie ein besseres Nachbarschaftsleben gestalten werden könnte: - Ein schwarzes Brett / eine Pinnwand aufhängen zur Kommunikation für Hilfegesuche oder für Verkaufsangebote - Die Organisation eines Hoffestes oder Flohmarktes - Anlegen eines Nachbarschaftsgartens - Ein gemeinsamer Kiezputz - Mietergemeinschaftsräume - Leihen und „Fairleihen“ - Austauschbörse - Stammtisch für Bewohner*innen und Märchenstunde für Kinder in der Computeria im Neuen Kreuzberg Zentrum (monatlich)

Nach der Präsentation wurden alle Gäste gebeten, aus der Vielzahl der Vorschläge ihre „Lieblingsideen“ auszuwählen. Man einigte sich darauf, einige der Vorschläge umzusetzen, um zu sehen, ob sie in der Nachbarschaft gut aufgenommen werden.

So kann man abschließend sagen, dass der Thementisch ein guter Anfang war mit der Verbesserung des „Nachbarschaftslebens“ zu beginnen.

Austausch der Quartiersräte in Berlin

Am Freitag, den 04.03.2016 versammelten sich zum 8. Mal die Quartiersräte und QM-Teams der QM-Gebiete auf Einladung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zum Quartiersrätekongress im Berliner Abgeordnetenhaus.

Es gab, wie auch im vergangenen Jahr, einen Markt der Möglichkeiten, auf dem die QMs ihr jeweiliges Quartier präsentierten.

Nach einem ersten Austausch während des Marktes der Möglichkeiten, gab es eine offene Dikussion zum Programm „Soziale Stadt“. Vertreter*innen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen stellten sich den Fragen der Quartiersräte – es ging u.a. um die Honorierung von ehrenamtlicher Arbeit, dem Konflikt zwischen quartiersspezifischen Bedarfen und den Verfahrensgrundsätzen, um die Integration von Geflüchteten.

Zum Abschluss bot der Kiezchor vom Wassertorplatz aus seinem Repertoir einige Lieder; beeindruckt von der Vorstellung konnten die Sängerinnen und Sänger erst nach einer Zugabe die „Bühne“ verlassen.

Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen und ein Video mit Impressionen des 8. Quartiersrätekongresses: http://www.quartiersmanagement-berlin.de/unser-programm/quartiersraete-und-partizipation/8-berliner-quartiersraetekongress.html

Die blog_huette, der neue Nachbarschaftstreffpunkt ist eröffnet!

Die Instandsetzung ist abgeschlossen, die blog_huette, der Nachbarschaftstreffpunkt im Südteil des QM Gebietes, ist offiziell eröffnet.

Nun ist es endlich soweit. Der Nachbarschaftstreffpunkt als ein Ort der Kommunikation, Kultur und Information bietet ab Januar 2016 offene und gezielte Angebote für alle Bewohner*innen der Südblöcke.

Was wird es vor Ort geben?

Die Koordinatorin des Nachbarschaftstreffpunktes, der blog_huette, Frau Elisabeth Scholz-Yildiz, wird u.a. - gemeinsam mit den Bewohner*innen Projekte und Feste für den Ort der Begegnung entwickeln und durchführen

  • thematisch offene Gruppen und Angebote (z.B. Kreativ- und Gesundheitsangebote ) in der blog_huette koordinieren
  • Informationen aus dem Kiez bereitstellen und Beratungsangebote weitervermitteln
  • Informationsveranstaltungen und Workshops zu verschiedenen Themen mit Kooperationspartnern anbieten
  • Unternehmungen und Kiezbegehungen organisieren

Aktuelle Sprechzeiten und Angebote: Winterzeit (01.01.2016- 31.03.2016)

Offene Sprechstunde

  • Montag 8:15 Uhr bis 10:00 Uhr: in der Jens-Nydahl- Grundschule im Elternraum
  • Mittwoch 8:15 Uhr bis 10:00 Uhr: in der Jens-Nydahl- Grundschule im Elternraum

    Informationsveranstaltungen und Gruppenangebote

  • 1x im Monat Mittwoch 10:00 bis 12:00 Uhr Frauengespräche – offene Gesprächsrunde zu Alltagsthemen mit der Familientherapeutin Neşe Meyer in der Jens-Nydahl-Grundschule im Elternraum

    Hüttenzeit Tee und Kaffee - Austausch und Begegnung

  • Montags 10:15 Uhr bis 12:00 Uhr blog_huette - Ort der Begegnung -

    Unterstützung bei den Bewerbungsunterlagen

  • Dienstag-10:00 Uhr bis 12:00 Uhr - – Familiengarten , Oranienstr. 34, HH ) Kotti e.V.

    Ausflug zu Kultur und Bildungseinrichtungen (ab April wieder)

Montag 1 x Monat - siehe Aushänge in der Schule, Familiengarten, Nachbarschaftsladen sowie bei anderen Kiezakteuren

Bewohner*innenforum zur Wahl des Quartiersrats

Am Abend des 17. November fanden in der Jens-Nydahl Grundschule die Wahlen zum Quartiersrat 2016/2017 statt.

Im Foyer der Schule begrüßt das QM-Team die Bewohner*innen des Quartiers und händigt den Wahlberechtigten (Bewohner*innen, die im QM Gebiet wohnen) eine Wahlkarte aus. Vor dem offiziellen Beginn schon sitzen viele in der bunt gestalteten Aula der Grundschule beisammen und unterhalten sich über die Ereignisse der letzten Zeit. Die Stimmung ist gelassen. Die Wahlveranstaltung beginnt mit der Begrüßung der Anwesenden durch das QM Zentrum Kreuzberg-Team.

Der Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umwelt, Hans Panhoff, nutzt die Gelegenheit, ein paar Worte an die ehrenamtlich engagierten Bewohner*innen zu richten, um die Bedeutung des Bewohner*innengremiums in der Stadtteilentwicklung zu unterstreichen.

Nach einer kurzen Einführung in die Rolle und den Aufgaben des Quartiersrates übernehmen die Quartiersratsmitglieder Tamara Constable und Tommy Vandreike die praxisnahe Darstellung ihrer Arbeit.

Beide haben Erfahrung im Quartiersrat und lassen sich wieder aufstellen. Tamara Constable betont, dass sie durch ihr Engagement im Quartiersrat ihren Kiez besser kennenlernt und dass sie sich in der zukünftigen Wahlperiode stärker für die Mobilität von Kottibewohner*innen einsetzen möchte. Thomas Vandreike bringt es auf den Punkt: „weil wir da wohnen“! Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, etwas für seinen Kiez zu tun, Menschen zu begegnen, auch jenen, die von den vielen Problemen frustriert sind. Er möchte helfen und auch die Geflüchteten am Kottbusser Tor gern unterstützen. Sein Ziel im neu gewählten Gremium: „weniger reden und stattdessen mehr anfangen.“

In der folgenden Fragerunde stehen Ralf Hirsch, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, und der Stadtrat Rede und Antwort. Da geht es um die Entscheidungsbefugnisse des Quartiersrats und seiner Teilnahme an den Steuerungsrunden des QM („Arbeitsrunde“ des QM, Senatsverwaltung und Bezirksamt) bei Entscheidungen über Projektförderung.

Dann kommt der wichtigste Teil der Veranstaltung: Im Schnelldurchlauf stellen sich die 9 Kandidat*innen kurz vor (4 Kandidat*innen mussten unvorhergesehen ihre Teilnahme an der Veranstaltung absagen). Daraufhin wird das Wahlverfahren erklärt und die anwesenden Bewohner*innen erhalten den Stimmzettel zur Wahl. Eine unabhängige „Wahlkommission“ geht anschließend mit den „Urnen“ durch den Saal und sammelt die ausgefüllten Stimmzettel ein, um sie auszuzählen.

Während der Stimmauszählung beginnt das Unterhaltungsprogramm. Der Kiez-Chor vom Wassertorplatz ist eingeladen und begeistert mit Songs wie „Hallelujah“ und „Swing Low, Sweet Chariot“ das Publikum. Die Anwesenden sind bewegt und bedanken sich mit standing ovations bei den Sänger_innen. Später wird bei Kuru Fasulye und Chili sin carne noch vom Gehörten geschwärmt. Fotos aus dem Quartier, vom Kotti-Kalender der letzten Jahre, werden an die Wand projiziert.

Nach der Pause folgt die Verkündung der Ergebnisse: Alle Kandidat*innen mit mindestens 20% der Ja-Stimmen sind in den Quartiersrat gewählt. Zum Abschluss des Abends bedankt sich das QM-Team bei den Anwesenden und gratuliert den Bewohner*innen zur ihrer Wahl in das Bewohnergremium. Sie werden nun gemeinsam mit den „Starken Partnern“ des QM in den nächsten beiden Jahren die Prioritäten der Arbeit im Quartier setzen, Bedarfe benennen und Lösungsansätze entwicklen – sie werden mitentscheiden bei der Entwicklung des Quartiers.

Die Bewohnervertreter*innen in 2016/17: Alexander Berhane, Fatma Cakmak, Sira Christmann, Tamara Constable, Sylvia Dehn, Alexander Kaltenborn, Dilay Kayimlar, Walid Khatib, Leonard Schulz, Zehra Ulutürk, Maria Vandreike, Thomas Vandreike

Die „Starken Partner“ in 2016/17: Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße, Jens-Nydahl-Grundschule, Kotti e.V., Loyal e.V., Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e.V., Sub Opus 36 e.V., Südblock GmbH

Thementisch “Sauberkeit im Kiez”

16. September 2015, 19.00 - 21.00 Uhr

Brauchen Spätkäufe eigentlich Sondernutzungserlaubnisse für Bänke? Wie viel Platz muss bleiben auf Kreuzbergs Gehwegen für die Kreuzberger*innen?

Wieso gibt es keine öffentliche Toilette am Kotti?

Und wieso kommt die Polizei eigentlich nicht, wenn sie wegen Ruhestörung gerufen wird?

Diese und viele andere Fragen standen im Raum zum gut besuchten dritten Thementisch „Sauberkeit im Kiez“.

Neben geladenen Gästen von Polizei und Ordnungsamt führten Gewerbetreibende und „vom fehlenden Schlaf gebeutelte Anwohner*innen“ (Zitat Teilnehmerin) bei Kaffee, Tee und Keksen angeregte und kontroverse Diskussion rund um das Thema. Eigentlich sollte es um die Sauberkeit im Kiez gehen. Den größten Gesprächsbedarf gab es allerdings zum Thema Lärm. Schnell war klar, die Problemlagen und deren Ursachen sind komplex und miteinander verwoben.

Wer ist verantwortlich und wer kann Verantwortung übernehmen? „Die Gesellschaft“ als Antwort von Seiten des Ordnungsamtes genügte den anwesenden Anwohner*innen und Gewerbetreibenden nicht, ging es ihnen doch darum, die Ursachen zu benennen, um diese anzugehen bzw. Lösungen gemeinsam zu erörtern . Die Vertreter der Polizei gaben sich angesichts der Probleme verständnisvoll. Allerdings betonten sie auch, dass sie nur auf Anzeigen reagieren und nötigenfalls Platzverweise erteilen könnten. Die oftmals verspäteten Reaktionen auf Lärmbeschwerden seien auch auf die z.T. knappen personellen Ressourcen zurückzuführen. Sie appellieren, man solle diesbezügliche Beschwerdeschreiben an den Innensenator, den Bezirk, die Polizei, das Ordnungsamt richten.

Viele sind der Meinung: der Bereich rund ums Kottbusser Tor sei ein entregelter Raum. Die Zeiten hätten sich geändert und die Kreuzberger*innen könnten diese Probleme nicht mehr allein bewältigen. Schon jetzt halten die Gewerbetreibenden ihre Gäste regelmäßig an, die Ruhezeiten einzuhalten und Rücksicht zu nehmen. Auf ihnen lastet großer Druck. Währenddessen könne der ansässige Großsupermarkt bis 24 Uhr ohne gastronomische Schanklizenz, den damit verbundenen Auflagen und ohne Sorge für das Kiezgefüge Alkohol verkaufen, der dann vor ihren Geschäften konsumiert werde. Touristengruppen, die täglich durch das Drehkreuz des In-Bezirks schreiten, müssten jeden Abend aufs Neue angesprochen werden. Da wäre ein nachhaltigeres Tourismuskonzept auf Senatsebene doch sinnvoller, meinen einige.

Im Kleinen machen Lösungsvorschläge wie sensibilisierende Plakate und Hinweisschilder, Müllbehälter, die bei Einwurf Geräusche machen und die langersehnten öffentlichen Toiletten am Kotti die Runde. Eine Durchgangsentlastung durch Einbahnstraßen wird kurz diskutiert. Auch Forderungen nach einem Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ab 22 Uhr werden laut.

Viele der hitzigen Diskussion enden mit dem Fazit: der Dialog muss gesucht werden, zu den mutmaßlichen Störer*innen, den Betroffenen und den Behörden.

Nach gut zwei Stunden gab es jedoch auch zwei Resultate: Zum einen wurde eine gemeinsame Begehung von Drogenkonsumräumen zwischen der Nachbarschaftsbeauftragten der Südblöcke und dem Sozialarbeiter von Fixpunkt vereinbart. Zweitens werde die DB Fahrradstation am Kotti, gewissermaßen die Wohnzimmercouch der ansässigen Drogenszene, zum November 2015 entfernt – als Resultat der Zusammenarbeit von Polizei und Bezirk. Allerdings ist schon jetzt klar: die vielseitigen Probleme für alle Beteiligten werden so nicht gelöst, sondern höchstens verlagert.

Vorschlagsbox – der besondere Briefkasten

Eine ganz einfache und tolle Idee: unsere neue Vorschlagbox! Eine Art mobiler Briefkasten, der im Kiez von einer Einrichtung zur anderen „wandern“ wird. Alle Bewohner*innen können ihre Anmerkungen, Probleme und Gedanken zum Quartier aufschreiben und einwerfen. Diese werden dann von uns ausgewertet, analysiert und wir als Quartiersmanagement schauen, wo wir Hilfestellung leisten können.

So erfahren wir, was gerade wichtige Themen sind, die die Bewohner*innen beschäftigen und worüber sie sich Gedanken machen. Also halten Sie die Augen offen nach unseren tollen mobilen Kiezbriefkästen und sagen Sie uns, was Sie gerade bewegt.

„chariteam – das Engagement Netzwerk“ startet das Projekt „Ehrenamt im Quartier“

Rund um das Kottbusser Tor gibt es so viel ehrenamtliches Engagement wie kaum in einem anderen Kiez in Berlin. Hausaufgabenhilfe, miteinander einkaufen gehen, Beratungen und vieles mehr. Wir als QM-Team erleben häufig, dass sich noch weit mehr Menschen gerne engagieren wollen. Dabei taucht häufig die Frage auf, was man tun kann und wo und wie man es am Besten anpackt.

Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Projektwettbewerb zur Stärkung ehrenamtlicher Strukturen und Aufbau eines Nachbarschaftshilfenetzwerkes auf Quartiersebene? Ab dem 01. September startet nun das neue Projekt!

chariteam, der Projektträger, vernetzt Menschen, die sich gerne engagieren möchten mit Menschen oder auch Einrichtungen, die Hilfe benötigen.

chariteam wird ab September damit beginnen, im Kiez zu recherchieren: Wo ist Engagement notwendig und wo gibt es bereits ehrenmatliches Engagement? Was fehlt oder wird dringend gebraucht? So wird greifbar gemacht, was es bereits alles gibt, wer sich engagiert, und zugleich auch aufgezeigt, wo es noch Unterstützungs- und Handlungsbedarf gibt.

Dabei wird ein Schwerpunkt sein, neues und vielfältiges Engagement zu ermöglichen, aber auch die Interessen der Ehrenamtlichen und die der Einrichtungen zusammenzubringen. Ebenso sollen beispielsweise jene Nachbar*innen, die Unterstützung brauchen, mit denen, die Unterstützung anbieten, vernetzt werden.

Neugierig geworden? Falls Sie Interesse haben, sich ehrenamtlich zu engagieren, sich mit ihren Kompetenzen in der Nachbarschaft einzusetzen oder einzelne Aufgaben zu übernehmen, in dem sie z.B. Einzelpersonen begleiten oder unterstützen, Kurse anbieten, beim Auf- und Abbau von Veranstaltungen helfen, wenden Sie sich an das QM-Team.

chariteam wird noch im Laufe dieses Jahres zwei mal wöchentlich eine Sprechstunde bei Kotti e.V. für alle Bewohner*innen und Akteure im Kiez anbieten (Öffnungszeiten werden noch bekannt gegeben). Auch vor Ort in den Südblöcken beim Nachbarschaftstreffpunkt wird chariteam ansprechbar sein. Darüber hinaus wird im Verlauf des Projektes eine Nachbarschafts-Ehrenamts-Onlineplattform entstehen.

Wir werden auf unserer Homepage kontinuierlich über den Projektverlauf berichten und alle weiteren wichtigen Informationen veröffentlichen.

Rätsel-Rallye – Schnitzeljagd durch das Beratungsangebot in unserem Kiez

Mit der "Rätsel-Rallye" die vielfältigen sozialen Beratungsangebote in unserem Kiez kennenlernen. Anhand von Fragen und den richtigen Antworten gelangen Kinder, Jugendliche, Familien, neue & alteingesessenen Bewohner*innen des QM-Gebietes einmal quer durch das reichhaltige Angebot rund um das Kottbusser Tor.

Wer Lust hat, kann in einer Gruppe oder alleine, mit Anleitung oder auf eigene Faust eine Rätselrallye rund um den Kotti in Kreuzberg machen.

Es gibt zwei Touren, die einzeln durchgeführt werden können. Für jede der Touren braucht man ungefähr 1 Stunde.

Die Touren führen zu verschiedenen Stationen und unterschiedlichen Einrichtungen rund um den Kotti. An jeder Station gibt es kleine Rätsel zu lösen. Wer nicht weiter weiß, kann vor Ort um Unterstützung fragen. Die Lösungen, die man bei den einzelnen Stationen herausfindet, helfen die Gesamtlosung der Rallye herauszubekommen.

Zur Teilnahme an der Rallye braucht man nur die ausgedruckten Seiten mit den Fragen und Anweisungen zu den einzelnen Stationen, bequeme Schuhe, einen Stift und Interesse, den Kottikiez kennenzulernen.

Die Fragebögen sind in den folgenden Einrichtungen erhältlich: Familiengarten, Mittelpunktbibliothek, Nachbarschaftsladen Naunynstraße, Familienzentrum und im QM-Büro. Bitte die jeweiligen Öffnungszeiten beachten.

Und hier können beide Touren der Rätselrallye als PDF-Datei heruntergeladen werden: http://www.kirschendieb-perlensucher.de/projekte/beratung-am-kotti-2014-15/raetselrallye/

Wir wünschen viel Spaß!

Dankes-Fest Flüchtlingsunterkunft Mariannenstraße 47

Seit Ende Januar 2015 betreut die Berliner Johanniter-Unfall-Hilfe die Notunterkunft für geflüchtete Familien und alleinstehende Frauen in der Mariannenstraße.

Durch die zahlreiche Unterstützung aus dem Kiez war es möglich, vielfältige Betreuungs- und Freizeitangebote zu realisieren. Auch die vielen Spenden haben sehr geholfen.

Zeit für ein Dankes-Fest zu dem alle HelferInnen, UnterstützerInnen und natürlich NachbarInnen herzlich eingeladen waren.

Am Samstag, den 28.03.2015 war es soweit. Das Wetter spielte mit und so konnte bei ausgelassener Stimmung miteinander gefeiert werden.

Für die Kleinen gab es eine große Hüpfburg, von der sich viele der Kinder stundenlang nicht trennen konnten. Auch der echte Krankentransportwagen war ein schönes Highlight. Darin konnten die Kinder mit Begleitung klettern. Für die Erwachsenen gab es Gegrilltes und Salate und auch hier beteiligten sich NachbarInnen und brachten Selbstgemachtes mit.

Ein schöner Nachmittag bei ausgelassener Atmosphäre und für die Kinder und Familien der Notunterkunft ganz sicherlich eine gelungene Abwechslung.

Newroz am Kotti

Café Südblock am Kottbusser Tor, 21. März 2015

Am Kotti wird das altiranische Frühlingsfest zum Nachbarschaftsfest mit Feuer, Musik und Tanz.

Nowruz bedeutet auf Persisch “Neuer Tag” und bezeichnet das Neujahrsfest, das in vielen südwestasiatischen Kulturen mit Beginn des Frühlings am 21. März gefeiert wird. Aus diesem Anlass wurde auf der Freifläche des Café Südblock in der Admiralstraße mit dem ganzen Kiez ein kostenloses, vom Quartiersmanagement mit Mitteln aus dem Aktionsfonds unterstützten, Nachbarschaftsfest gefeiert.

Trotz Nieselregen wird stundenlang fröhlich mit Davul-Pauke und Zurna-Flöte um das Neujahrsfeuer getanzt. Auf der Freifläche vor dem Café brannte von 19:00 bis 21:00 Uhr das traditionelle Lagerfeuer, über das einige sich zu springen trauten, und um das ein bunt gemischter Menschenkreis fröhlich herumtanzte. Die Govend-Halay Tanzschritte, die live von einer Davul-Pauke und einer Zurna-Flöte begleitet wurden, waren zuvor auf der Bühne im Café Südblock von Sertaç Kurmanc, erklärt worden.

Tülin Duman vom Café Südblock, die die Veranstaltung koordiniert, freut sich, dass die Musik und das Feuer viele unterschiedliche Menschen aus dem Kiez zusammenbringen. Sie ist stolz, dass Newroz am Kotti nun schon zum zweiten Mal als offenes Nachbarschaftsfest gefeiert wird. Das sei ungewöhnlich.

Nach dem Tanz im Freien wärmen sich die Gäste im Café und die Feier geht weiter: Adırjam, die sich als erste “Cosmop kurdesQue” Band der Welt vorstellt, und deren mehrsprachige Texte insbesondere Homophobie und Rassismus kritisieren, gibt ein Neujahrskonzert.

Thementisch “Sauberkeit im Kiez”

Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße, 18. März 2015, 19.00 - 21.00 Uhr

Müll, Scherben, Kippen, Hundekot und Urin - gehören die zum Kotti oder geht es auch anders?

Am Abend des 18.03.2015 diskutierten Bewohner*innen im Quartiersmanagement über Herausforderungen und Lösungsansätze rund um das Thema “Sauberkeit im Kiez”. Bei Kaffee und Tee konnten die Teilnehmer*innen ihre Beschwerden auf orangenen Karten sowie Ideen und Lösungen auf grünen Karten zum Ausdruck bringen. Daraus resultieren unter anderem folgende Problemfelder: - Fehlendes Verantwortungsbewusstsein der Menschen, die im Kiez wohnen, und derer, die ihn besuchen - Illegale Entsorgung von Müll und Sperrmüll - im Hof, auf der Straße, in Grünanlagen - Urinieren und Hundekot - Zweckentfremdung von Spielplätzen - Zweckentfremdung von Innenhöfen und Durchgängen (Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit, Toilette, Müllablage) - Zu viele Spätkäufe und Gastronomie - Alkoholverkauf auch nach 22:00 Uhr, Konsum im öffentlichen Straßenland

Neben vielen Problemen wurden auch mögliche Lösungswege diskutiert. So wurde eine stärkere Präsenz vom Ordnungsamt gewünscht und präventive Lösungen erwogen, wie zum Beispiel eine öffentliche Toilette am Kottbusser Tor, Kotbeutelspender, das Einzäunen von Spielplätzen, das Ausweisen von bestimmten Grünflächen als Aktivitätsbereiche (z.B. Liegefläche, Spielplatz) oder ein Alkoholverkaufsverbot ab 22:00 Uhr. Das Gewerbe sollte stärker in die Pflicht genommen werden. Kreative Ideen waren Sensibilisierungsaktionen (z.B. Putzaktionen, Kampagnen), das Projekt “Pfand gehört daneben” und sogar autofreie Straßen mehr Informationen zu "Pfand gehört daneben". Das Quartiersmanagement wies darauf hin, dass diverse Aktionen in und für die Nachbarschaft über den Aktionsfonds finanziert werden könnten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Das Quartiersmanagement wird die Ergebnisse der Veranstaltung thematisch ordnen und auswerten. Beim nächsten Thementisch werden zuständige Fachexperten als Gäste eingeladen, um bestimmte Aspekte mit den Bewohner*innen zu vertiefen sowie Machbares und Mögliches zu diskutieren. Der Termin der Veranstaltung wird noch bekannt gegeben Thementische.

Flüchtlingsunterkunft in der Mariannenstraße

Seit Ende Januar betreut die Berliner Johanniter-Unfall-Hilfe eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen.

Die Einrichtung für 50 Personen befindet sich in einer Turnhalle der Mariannenstraße. Voraussichtlich bis zum 10. April 2015 werden dort vorrangig Familien und allein reisende Frauen untergebracht.

Es gab bereits eine Menge Unterstützung aus der Nachbarschaft, erzählt uns die Koordinatorin der Notunterkunft. Viele Menschen aus der Nachbarschaft haben Kleidung und Kinderspielzeug mitgebracht. Es gibt Deutschkurse, die auf großes Interesse stoßen. Auch ein Freizeitprogramm wird etabliert, wie z.B. Kino für die Kleinen.

Momentan werden SprachmittlerInnen dringend gesucht, vorrangig für Serbisch, Kroatisch und Albanisch um den BewohnerInnen für Notfälle und Begleitung zu Ämtern und ÄrztInnen zur Seite zu stehen, aber auch für eine ganz alltägliche Begleitung. Das heißt einfach mal zusammen durch den Kiez gehen oder mit den Kindern auf die vielen Spielplätze Kreuzbergs. Bitte schreiben Sie an news@qm-zentrumkreuzberg.de, wenn Sie Unterstützung anbieten können und möchten.

Schön wäre es natürlich, wenn es auch noch mehr Ideen und Helfer für eine gemeinsame Freizeitgestaltung, wie z.B. Fußball spielen für die Jugendlichen gäbe.

Sachspenden (Hygieneartikel – auch für Babys sowie Kleinstkinderausstattung) bitte nur noch in Absprache abgeben. Gerne können Sie an das Quartiersmanagement (news@qm-zentrumkreuzberg.de) schreiben, wenn Sie Sachspenden haben, wir leiten Ihre Mails dann gerne weiter.

Geldspenden sind natürlich auch willkommen: Empfänger: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Konto-Nr.: 4324800 BLZ: 37020500 IBAN: DE42 3702 0500 0004 324800 Bank: Bank für Sozialwirtschaft Köln Verwendungszweck: Spende Flüchtlingshilfe Berlin

Direkter Kontakt zur Notunterkunft Koordinatorin Viola Winterstein 0173 6193566 notunterkunftkreuzberg.berlin@johanniter.de

Bildquelle: Die Johanniter/Martin Bucher

Ein Nachbarschaftstreffpunkt für die Anwohner*innen in den Südblöcken (Block 87)

Seit Jahren wünschen sich die Anwohner*innen in den Südblöcken einen Ort, an dem sie zusammenkommen, miteinander reden, sich austauschen und auch informieren können.

Jetzt ist es bald soweit: Ab Mai soll der Nachbarschaftstreff seine Türen öffnen, ein Ort der Begegnung, des Zusammenkommens und der Information für eine gute Nachbarschaft in einem lebendigen Kiez.

Das QM hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum Kotti e.V., ein Konzept zum Aufbau eines Nachbarschaftstreffpunktes erarbeitet und dieses mit der Wohnungsbaugesellschaft GSW/Deutsche Wohnen AG abgestimmt.

Als Ort für den neuen Nachbarschaftstreffpunkt wurde die sog. Bambula-Hütte im Innenhof Block 87/Admiralstraße ausgewählt. Früher war dort eine Fahrradwerkstatt, aber seit einigen Jahren ist die Bambula-Hütte ungenutzt. Der Leerstand hat seine Spuren hinterlassen: kaputte Fenster, Dielen und Wasserrohre, verwahrloster Zustand von außen... Um der Hütte wieder Leben einzuhauchen, müssen eine Menge Reparaturen durchgeführt werden.

In Gesprächen mit dem Eigentümer, GSW/Deutsche Wohnen AG, wurde vereinbart, die Hütte mit Geldern der Wohnungsbaugesellschaft und des Programms „Soziale Stadt“ instand zu setzen und auszustatten. Auch sicherte die GSW/Deutsche Wohnen AG die mietfreie Nutzung der Räumlichkeiten zu.

Ab Mai 2015 wird die Bambula Hütte Anlauf- und Treffpunkt der Anwohner*innen sein. Auch eine breite Palette an Informationen, Angeboten und Beratungen wird es geben.

Skalitzer Park – Ihre Ideen sind gefragt

Wenn man jemandem vom Skalitzer Park erzählt, blickt man oftmals in fragende Gesichter. „Wie Skalitzer Park?“ oder „Wo ist der denn?“– dies soll sich aber bald schon ändern...

Der Skalitzer Park liegt an der Ecke Mariannenstraße / Skalitzer Str. und ist eigentlich eine richtig kleine Oase im Quartier.

Aber eben nur eigentlich, denn meist wird der Park als Umschlagsplatz von gestohlenen Waren, zum konsumieren von Drogen und als Rückzugsort von Obdachlosen genutzt. Dies führt dazu, dass viele Bewohner*innen den Park meiden. Wie kann man diesen öffentlichen Raum also besser für alle nutzbar machen?

2012 wurde gemeinsam mit Bewohner*innen und dem Grünflächenamt des Bezirks der Kinderspielbereich umgestaltet (neue Spielgeräte, Sitzecke usw.) und durch einen Zaun abgegrenzt. Seitdem wird der Spielplatz wieder von Familien genutzt und die „Grenze“ akzeptiert.

Nun soll es weiter gehen.

Am Montag, den 03.11.2014 lud das Quartiersmanagement zu einer Begehung des Parks mit anschließendem „Brainstorming“ und Planspiel ein. Be- und Anwohner*innen konnten gemeinsam mit dem QM und den Verwaltungen Ideen entwicklen, die den Park attraktiver machen könnten.

Bei der weiteren Umgestaltung geht es, wie auf den Fotos zu sehen, um drei Bereiche des Parks: den Platz vor dem sogenannten Brunnen, die Fläche auf der großen, leicht hügelige Wiese und die Nischen.

Zu berücksichtigen ist bei der Umgestaltung, dass die Grundstruktur des Parks nicht verändert werden darf, da der Architekt der Grünanlage ein Urheberrecht auf die Gestaltung hat.

Aber es gibt durchaus Möglichkeiten, wie beispielsweise Bänke, Tischtennisplatten, das Herunterschneiden von Hecken oder generationsübergreifende Spielgeräte.

Im gemeinsamen Gespräch am Montag wurden dann diese und andere Ideen, die während des Rundgangs eingebracht wurden, besprochen, konkretisiert und das für und wider abgewogen.

Ergebnis war, dass in der kommenden Woche noch weitere An- und Bewohner*innen befragt werden sollten, um noch weitere konkrete Ideen aufzunehmen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, wie es weiter geht mit dem Skalitzer Park.

Rückblick Quartiersrat-Workshop 13.09.2014

Was stört mich am meisten im Quartier? Wie erträume ich mir mein Umfeld? Was könnten erste Schritte auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ideen sein?

Diese Fragen diskutierte der Quartiersrat im Rahmen eines ganztägigen Workshops am 13.09.2014 in den Räumlichkeiten des Quartiersmanagements.

Die Veranstaltung hatte zum Ziel, Bedarfe, Potentiale, Ideen und strategische Ansätze für die Quartiersentwicklung des Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße aus Sicht der Quartiersrats-Vertreter*innen zu diskutieren und Ideen für Maßnahmen zu entwickeln. Dies geschah im Rahmen einer „Mini-Zukunftswerkstatt“. Die gesammelten Bedarfe und Ideen wurden nach Themenfeldern zusammengefasst. Im nächsten Schritt wurden gemeinsam Lösungsvorschläge diskutiert und konkrete Maßnahmeideen zu den Handlungsfeldern Bildung, Nachbarschaft, Öffentlicher Raum, Kommunikation/Beteiligung erörtert. Die Vorschläge werden in Absprache mit der Verwaltung vom Quartiersmanagement auf Umsetzbarkeit geprüft. Die Ergebnisse fließen in die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHEK) 2015-2017 ein. Das IHEK ist die Grundlage für die Arbeit des Quartiersmanagements – ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen und den „Starken Partnern“ des jeweiligen Quartiersrates und der Diskussionen mit den jeweiligen Fachämtern des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg in den zahlreichen themenorientierten Fachgesprächen und Gebietskonferenzen.

Das QM-Team dankt allen Teilnehmer*innen für die rege Beteiligung, die fruchtbaren Diskussionen und die konkreten Ideen und Vorschläge.

Installation: “Das Haus der 28 Türen”

Refugee-Aktivist*innen und -Unterstützer*innen haben die Installation "Haus der 28 Türen", der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR, nach Beendigung der Ausstellung auf dem Tempelhofer Feld, auf dem Oranienplatz aufgebaut. Der 28-türige Pavillion ist sowohl Mahnmal als auch Veranstaltungsort für politische Treffen und Versammlungen (“Refugee Union Centre”).

Die Installation soll Menschen anregen, sich mit der Situation von Flüchtlingen und Migrant*innen auseinanderzusetzen. Sie ist allen Menschen gewidmet, die durch die Zerstörung der Lebensgrundlagen in ihrer Heimat, etwa durch Kriege, Umweltkatastrophen, ungerechte Wirtschafts- und Handelsbedingungen, zu Flüchtlingen geworden sind.

Das Haus Die multifunktionale Architektur des Kunstwerks ist als Kommunikationsraum und Bühne konzipiert: Die Installation besteht aus 28 aneinandergereihten Türen, die die derzeit 28 EU-Länder symbolisieren und einen großen Innenraum verschließen. Von außen hermetisch scheinend, öffnet sich die Architektur von innen durch eine transparente Dachkonstruktion zum Himmel. Die Architektur des Rundbaus verbildlicht die Differenz zwischen Innen und Außen, zwischen innerhalb der Europäischen Union und jenseits ihrer Grenzen, zwischen gelungener und gescheiterter Flucht. (Quelle u.a. http://www.28doors.eu/deutsch/projekt)

Präventionsrundgang

Sicherheit im Wohn- und Geschäftsumfeld im Quartier Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße

Arbeitstreffen lokaler und regionaler Akteure und Entscheider

Was versteht man unter „städtebaulicher Kriminalprävention“? Diese Frage beschäftigte sicherlich viele, die sich am 26. Juni 2014 im QM Büro einfanden, um einer Einladung zu einer Veranstaltung der Polizei (Direktion 5 und dem Landeskriminalamt zu folgen, die sich dieser Thematik widmete).

Die Informationsveranstaltung mit anschließendem Rundgang durch einen Teil des QM Gebietes wurde in Kooperation mit dem Quartiersmanagement vorbereitet und hatte das Ziel, über die wesentlichen Aspekte der städtebaulichen Kriminalprävention zu informieren. Darüber hinaus beabsichtigt die Polizei aber auch, in Erweiterung bürgerorientierter Beratungsangebote, den Dialog mit den vor Ort wirkenden Akteuren, Bewohner*innen und Verantwortungsträger*innen weiter auszubauen. Ziel ist es, zukünftig Stadtquartiere durch die Bündelung von Fachwissen, Erfahrung, Entscheidungskompetenz und finanziellen Möglichkeiten sozialräumlich zu stärken.

Nach den thematisch einführenden Initiativvorträgen fand ein moderierter Präventionsrundgang statt, um anhand konkreter Beispiele im Quartier die Potentiale der städtebaulichen Kriminalprävention und des Einbruchschutzes aufzuzeigen, deren Aktivierung eine kostengünstige, wirksame und nachhaltige Verbesserung der Sicherheit, des Sicherheitsempfindens und der Attraktivität von Orten ermöglicht.

Der Rundgang führte vom QM Büro durch enge, unbeleuchtete Durchgänge (Dresdener Straße – NKZ – Adalbertstraße), entlang von mit Graffiti versehenen (Häuser)Fassaden (INA Kindergarten, Spielplatz NKZ) über die Grünanlage Skalitzer Straße/Mariannenstraße bis zu den Innenhöfen der sog. Südblöcke (Reichenberger-, Admiralstraße und Kohlfurter Straße).

An allen Punkten wurden in Diskussion mit den Experten der städtebaulichen Prävention mit den Beteiligten Möglichkeiten und Wege erörtert, wie Kriminalität, unerwünschten Ereignissen und subjektiven Unsicherheitserfahrungen in der Bewohnerschaft mit Maßnahmen der räumlichen Umgestaltung und der wohnungswirtschaftlichen Organisation vorzubeugen ist.

Für das Quartiersmanagement bot der Rundgang eine Gelegenheit, im Diskurs mit Akteuren und Bewohner*innen und unter Berücksichtigung der Informationen / Vor- und Ratschläge der Experten in diesem Bereich Schlüsse für notwendige, präventionsorientierte Maßnahmeideen zu ziehen. Daher wird sich QM auch nach diesem Tag noch ausgiebig mit dem Thema „Städtebauliche Prävention“ beschäftige, um zu ausgesuchten Standorten Ideen für eine Verbesserung zu entwicklen, die dann mit dem Quartiersrat diskutiert, präzisiert und konkretisiert werden sollen.

In der Folge wird daher das Quartiersmanagement regelmäßig über die weiterentwickelten Ansätze sowie Maßnahmeideen, die gemeinsam mit Akteuren und Bewohner*innen erarbeitet und diskutiert werden, informieren. Hierbei wird es u.a. um die Optimierung der Aufenthaltsqualität für alle Zielgruppen im sog. „Skalitzer Park“ gehen, um die sog. „Stadtkunst“ resp. Grafitti oder um die Erhöhung des Sicherheitsempfindens in den Innenhöfen der Südblöcke.

JENS-NYDAHL-GRUNDSCHULE

Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen

Die Jens-Nydahl-Grundschule in der Kohlfurter Straße 20 (Ecke Admiralstraße) ist die einzige Grundschule im Quartier Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße.

Lehrkräfte und Erzieher*innen der Jens-Nydahl-Grundschule haben das Ziel, dass die Schüler*innen und ihre Familien die Schule als einen Ort empfinden, an dem sich alle mit gegenseitigem Respekt begegnen, einen Ort, an dem gemeinsam gelernt und auf die individuellen Besonderheiten aller Kinder eingegangen wird.

Viele der Familien der Schüler*innen leben von Transferleistungen. Fast alle Kinder sind nicht deutscher Herkunftssprache. Die Jens-Nydahl-Grundschule bietet eine zweisprachige Alphabetisierung und Erziehung in „Deutsch-Türkisch" an.

Trotz vielfältiger Projekte in und außerhalb des Unterrichts, beispielhafter Vernetzung und ausgezeichneter Angebote für Eltern und Kinder hat die Schule keinen guten Ruf. Muttersprachlich deutsche Schüler*innen werden nicht oft an der Schule angemeldet.

Am 20. Juni wurde das neu gestaltete Foyer der Schule eingeweiht. Der neu gestaltete Eingangsbereich ist neben den zahlreichen Angeboten und nachhaltigen Projekten der Jens-Nydahl-Grundschule ein sichtbarer Teilaspekt zur Verbesserung des Images der Schule in der Öffentlichkeit. Die Neugestaltung ist durch Mittel des Programms „Soziale Stadt" ermöglicht worden.

Besucher*innen werden nun in einer freundlichen und einladenden Umgebung empfangen, in der man sich schnell zurecht findet. Das Sekretariat, die Schulleiter*innen-Büros, die Lehrer*innen-Zimmer, sowie die Toiletten sind durch große Beschriftungen sofort zu finden. Ein Willkommensplakat in vielen verschiedenen Sprachen begrüßt die Besucher*innen. Diverse Schaukästen bieten eine dauerhafte Möglichkeit den Kooperationspartner*innen der Schule ihre Aktivitäten den Eltern, Schüler*innen und Besucher*innen zu präsentieren und diese zu informieren. Darüber hinaus bietet ein Beamer an der Decke des Foyers die Möglichkeit Präsentationen von Aktionen und Projekten der Schule zu projizieren.

Einen Einblick in die tollen Projekte und Aktionen der Schule erhalten Sie unter: http://www.jng.cidsnet.de

Migrationsrat

Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V. (MRBB) – Kein Wir ohne Uns!

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg ist eine Dachorganisation unterschiedlichster Migrant_innen(selbst)organisationen, die sich als politische Interessenvertretung auf Landesebene zusammengeschlossen haben.

Nach einer einjährigen Vorbereitungsphase, an der weit über 60 Migrant_innen(selbst)organisationen mitgewirkt haben, wurde der Migrationsrat Berlin-Brandenburg am 07. März 2004 gegründet.

Als Berlin-Brandenburger Dachverband für Migrant_innen(selbst)organisationen vereinigt der MRBB die unterschiedlichen Minderheiten Berlins und Brandenburgs.

Dieses Jahr feiert der MRBB am 29.08. von 17 bis 22 Uhr in der Werkstatt der Kulturen sein 10-jähriges Jubiläum! Mit interessanten Impulsreferaten, Ehrungen und unterhaltsamen Kultur- und Musikprogramm. Alle sind herzlich eingeladen mit dem Migrationsrat mitzufeiern.

Auf die Frage für was der MRBB steht oder welche Ziele er vertritt, antwortet die Geschäftsführerin Angelina Weinbender: „Die völlige rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Teilhabe von Migrant_innen, ihren Nachfahren und anderen People of Color unabhängig ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, einer Behinderung, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung sehen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir als Dachverband mit gebündelten Kräften unterstützen.

Gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu sein, heißt auch, gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen. Wir tun dies in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger_innen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie Nähe zu Bürger_innen sind für uns unverzichtbare Bestandteile unserer Arbeit. Wir sind der Auffassung, dass nur durch die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung angemessener Strategien die Gleichstellung und Partizipation aller Minderheiten in Berlin gelingen kann.

Auf der Internetseite des MRBB finden sich Pressemitteilungen und viele weitere informative Beiträge zur Arbeit des MRBB: http://www.mrbb.de

Kontaktdaten

Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
Oranienstr. 34
 10999 Berlin
Tel: 030 – 61658755
E-Mail: info@mrbb.de

Auf folgende wichtige Beratungsangebote möchten wir an dieser Stelle gerne verweisen:

Härtefallberatung für Flüchtlinge beim MRBB

Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die in Berlin keine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben und ausreisen sollen, können sich an die Härtefallkommission wenden. Voraussetzung ist, dass sie geltend machen können, die Ausreise werde aus persönlichen und humanitären Gründen zu gravierenden Härten führen. Wenn Sie also ausreisepflichtig und der Meinung sind, es liegen bei Ihnen dringende humanitäre oder persönliche Gründe für ein Aufenthaltsrecht in Deutschland vor, so setzen Sie sich mit der Härtefallkommission in Verbindung. Diese begleitet Sie durch das Verfahren.

Kontakt

Frau Thúy Nonnemann 
Tel.: 030 - 69536788

Bürozeiten: Mo. und Do., 10:00 –14:00 Uhr oder 
nach Terminvereinbarung

Berliner Netzwerk für Bleiberecht, Arbeit und Ausbildung - bridge

Für Menschen mit einem Flüchtlingsstatus bietet bridge folgendes Angebot:

  • Berufsberatung & Berufsorientierung

  • Bewerbungshilfen
  • Suche nach offenen Stellen, Vorabsprachen mit Unternehmen, Vermittlung

  • Hilfe bei Schriftverkehr mit Behörden und dem Jobcenter und Begleitung zu Terminen
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche

Kontakt


Beratungs-und Sprechzeiten:
Di.,   11:00 - 14:00 Uhr
Do., 15:00 - 17:00 Uhr
oder nach Terminvereinbarung

Ansprechpartner_innen: Frau Leyla Boran und Frau Camile Karaman
Tel.: 030 – 60031139

Computer und Internet für alle

Erwachsenenbibliothek

Erwachsenenbibliothek

Kinderbibliothek

Kinderbibliothek

Eigentlich geht man ja heutzutage fast schon davon aus, dass jeder Zugang zum Internet hat. Dem ist aber nicht so, bestätigen uns die MitarbeiterInnen der Mittelpunktbibliothek. Denn die neuen Computerarbeitsplätze sind sehr begehrt. Auch gab es schon zwei kostenfreie Internet- und Computerkurse für Senioren. Diese fanden sehr viel Anklang. Und für die Kinder und Jugendlichen ist es besonders wichtig, dass sie die Chance haben Computer und das Internet zu nutzen, damit sie den Anschluss nicht verpassen.

Die neuen Computer sind ausgestattet mit gängiger Bürosoftware und haben selbstverständlich Zugang zum Internet. Ebenfalls stehen 2 Farbdrucker zur Verfügung und ein Scanner.

Zu der neuen Ausstattung gehören auch entsprechende moderne schlichte Tische und Stühle, die in ihrer Farbgebung die freundliche Atmosphäre der Mittelpunktbibliothek aufgreifen.

In der Kinder- und Jugendbibliothek im 1. Stock werden durch den kostenlosen Zugang zu digitalen Wissensquellen die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen erhöht. Selbstverständlich steht die Hausaufgabenbetreuung für Fragen der Kids zur Verfügung und hilft bei der Suche nach Antworten im Internet.

Die Anschaffung der Gerätschaften zur Verbesserung der Zugangschancen zu digitaler Bildung sind ermöglicht worden durch Mittel des Quartiersfonds 3 des Programms „Soziale Stadt. Die Fördersumme beläuft sich auf 15.291,08 €.

Die Computer stehen zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zur Verfügung:

Mittelpunktbibliothek
Wilhelm-Liebknecht-/Namik-Kemal- Bibliothek
Adalbertstr. 2 am Kottbusser Tor
Montag-Donnerstag: 11-19h
Freitag: 11-17h