Nikoläus*innen for Kotti

Eine Backstube unter freiem Himmel, ein Weihnachtsquiz, eine Fotostation und ein entspanntes Beisammensein bei Kaffee und Keksen verwandelten den Kotti an drei Terminen im Dezember 2019 (14.12., 16.12., 21.12.) zu einem vorweihnachtlichen Treffpunkt für Groß und Klein. Organisiert wurde die Aktion von der Stiftung Hope Kreuzberg und dem Café Sehnsucht, einer Anlaufstelle für Menschen mit Suchtmittelabhängigkeiten in der Skalitzer Straße.

Etwa 20 engagierte Nikoläus*innen mit rot-weißen Mänteln und Mützen –haben sich zu den drei Terminen am Kotti eingerichtet: hinter dem Obst- und Gemüsestand, Adalbertstraße Ecke Reichenberger Straße. Kaffee, Tee sowie eine Plätzchen- und eine Foto-Station luden Vorbeikommende zum Verweilen und Mitmachen ein. Wer das Weihnachtsquiz lösen konnte, wurde mit Kleinpreisen von den Nikoläus*innen belohnt.

Doch wer sind eigentlich die ehrenamtlichen Helfer*innen und warum machen sie bei der Aktion mit? Das haben sie unserer Kiezreporterin erzählt. Bitte auf "weiterlesen" (unter den Fotos) klicken!

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Rainer Sammereier, 54, wohnt am Kotti und verteilt als Nikolaus Kaffee, Schokolade und Spielsachen. Bei der Aktion war er schon letztes Jahr dabei, sonst hilft er ab und an im Café Sehnsucht. Da gebe es drei Mal pro Woche Essen und Kleider für Bedürftige, „christlichen Beistand“ und Vermittlungen für Drogentherapien, sagt er.

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Helmut Dieffenbach ist im Café Sehnsucht aktiv. Er glaubt, dass es sehr wichtig ist, am Kotti auf eine ganz entspannte Art Freude und interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen. „Am Kotti wird ja Vieles problematisiert und mit der Aktion möchten wir die Idee von Weihnachten – sich lieben und respektieren – hier vor Ort leben.

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Anita, Philine und Michael sind Teil einer Gruppe von zehn jungen Menschen, die für ein Jahr eine christliche Ausbildung machen. An einem Nachmittag pro Woche unternehmen sie mit Helmut Dieffenbach Streifzüge in die Nachbarschaft und unterhalten sich mit Anwohner*innen über ihren Glauben. „Wir wollen das, was wir von Gottes Liebe erfahren haben, weitergeben. Oft kann man Leuten schon eine Freude machen, indem man ihnen ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt“, sagt die 19-jährige Philine.

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Julia Stone backt als Nikoläusin Plätzchen mit den Kindern aus der Nachbarschaft. Die anliegenden Dönerläden stellen dafür ihre Öfen zur Verfügung. „Das Kottbusser Tor hat einen schlechten Ruf und trotzdem gibt es Familien, die hier wohnen. Mir liegt es am Herzen, dass ein bisschen Freude in diesen Kiez kommt. Deswegen mache ich schon zum zweiten Mal bei der Nikolaus-Aktion mit“, erzählt sie.

Eine besonders interessante Begegnung hatte sie diesmal mit einer 16-Jährigen, die in einem Heim am Kotti wohnt. „Sie ist gerade weg von ihrer Familie und wir haben gemerkt, dass sie unbedingt Plätzchen backen wollte. Ich denke, für sie war das ein Stück Halt. Das hat mich sehr berührt. Obwohl sie so erwachsen aussieht, hat sie leidenschaftlich Plätzchen gebacken und „cookie dough“ gegessen.“

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