Projekte im Kiez

Eine Vielzahl an Projekten und Maßnahmen, die das Zusammenleben im Kiez lebenswerter machen, konnten in den letzten Jahren mit Mitteln des Programms „Soziale Stadt“ auf den Weg gebracht werden.

In dieser Rubrik finden Sie Kurzbeschreibungen zu einer Auswahl an bereits durchgeführten sowie zu laufenden Projekten und Maßnahmen.

Schauen Sie auch unter Kiezgeschehen, hier finden sich weitere informative Berichte zu einigen Projekten.


Handlungsfeld: Nachbarschaft, Gemeinwesen, Integration


Gemeinwesen.netzwerk@kotti

Kotti e.V.

Laufzeit: 01.01.2017 − 31.12.2018

Im Rahmen des Projektes baute Kotti e.V. ein Netzwerk für gemeinwesenorientierte Initiativen, Vereine, Institutionen, Gruppen und AGs mit den Akteur*innen im und angrenzend zum Quartiersgebiet auf. Das Gemeinwesennetzwerk bietet eine Plattform zum Austausch sowie zur Diskussion über kiezrelevante Themen, zur Kommunikation von Informationen sowie (Beratungs-)Angeboten sowie zur ressourcenschonenden Angebotsbündelung im Quartier bzw. Sozialraum.

© Kotti e.V.

© Kotti e.V.

© © Kotti e.V.

© © Kotti e.V.

Die Netzwerkarbeit beruht auf 4 Säulen:

  1. Pro Halbjahr ein Gesamtnetzwerktreffen
  2. Aufsuchende Arbeit: Die Projektleitung fungiert als Mittlerin zwischen den Akteur*innen und dem Netzwerk. Es finden Treffen in Kleingruppen und in themenorientierten AGs, den Projekteplena, statt. Informationen, aktuelle Themen und Bedarfe werden an das Gesamtnetzwerk weitergeleitet.
  3. Mediale und herkömmliche Öffentlichkeitsarbeit
  4. Wissensvermittlung

Online-Plattform

Auf der „Online-Infoplattform rund um das Kottbusser Tor“ www.rundumkotti.de können sich die Netzwerkpartner*innen über aktuelle Themen und Angebote sowie Beteiligungs- und Partizipationsmöglichkeiten im Kiez informieren. Um die Aktualität der Informationen zu gewährleisten, haben die Netzwerkpartner*innen die Möglichkeit, ihre eigenen Angebote/Beiträge einzuarbeiten und so die Seite mitzugestalten.

Kiezthemen "Wenn nicht jetzt, wann dann ? Wir werden gemeinsam sichtbar!“

An wechselnden Orten finden regelmäßig Netzwerktreffen mit allen Partner*innen statt, gemeinsam werden Themenschwerpunkte und Inhalte bestimmt. So standen 2017 die Themen „Sicherheit“ und „Sauberkeit“ auf der Agenda, 2018 werden es „Wohnen“ und „Gesundheit“ sein.

Gemeinsam mit den Netzwerkpartner*innen und unter Hinzuziehung von Fachexpert*innen und Modellprojekten werden die jeweiligen Themenbereiche bearbeitet und durch die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit im Kiez sichtbar gemacht. Dies erfolgt mittels zweier Formate: einen Flyer für die Nachbar*innen und ein Infoblatt Wenn nicht jetzt, wann dann? für die Akteur*innen. Das Infoblatt informiert über Veranstaltungen, Aktionen, Beteiligungs-, Weitervermittlungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und ist ebenfalls auf der Online-Plattform abrufbar.

Ergänzend zu den Netzwerktreffen finden themenorientierte Projekteplena statt, in denen die Akteur*innen die verschiedenen Projekte und Angebote im Quartier und quartiersangrenzend gezielt verzahnen und abstimmen sowie bei Bedarf Angebote ressourcenorientiert bündeln. Bei der Vorstellung neuer Projekte geht es auch darum, über den tatsächlichen Nutzen für den Kiez zu diskutieren, Kooperationen bzw. eine Zusammenarbeit zu vereinbaren und diese konzeptionell an den Bedürfnissen des Kiezes auszurichten. In der ersten Hälfte des Jahres 2018 werden u.a. die Themen Kiezpraktikum im Gemeinwesen rund um das Kottbusser Tor, Angebote für Frauen und Gewalt sowie Angebote für Sucht und Obdachlosigkeit vertieft behandelt.

Elisabeth Scholz-Yildiz (Koordination), Gemeinwesen.netzwerk@kotti Kotti e.V., Dresdener Str. 10, 10999 Berlin,

Fördersumme: 40.000 €


Gemeinwesenorientierte Sozialarbeit am Kottbusser Tor

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg / Fachbereich Soziales (Suchtprävention), Fixpunkt e.V.

Laufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2019

Das Kottbusser Tor ist seit Jahren Treffpunkt einer offenen Alkohol- und Drogenszene; auch Wohnungslose haben hier inzwischen ihren Lebensmittelpunkt. Die Gegend um das Kottbusser Tor gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt in Berlin. Vor allem im Bereich des U-Bahnhofs findet Drogenhandel statt. Dies führt neben der allgemein hohen Lärmbelastung und steigenden Verschmutzung zu einer anhaltenden Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und des Sicherheitsempfindens der Anwohnenden; das Wohn- und Arbeitsumfeld wird als stark belastet empfunden.

© QM ZKO

© QM ZKO

Ziele der Maßnahme sind eine Entlastung des öffentlichen Raums, die Lösung oder zumindest Deeskalation von Nutzungskonflikten sowie die Kriminalitätsprävention mit Methoden der aufsuchenden und niedrigschwelligen Sozialarbeit, die Stärkung der Nachbarschaft und die Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens sowie die adäquate Vermittlung von Hilfs- und Unterstützungsangeboten für die überwiegend sozial benachteiligten Gruppen. Fixpunkt e.V. wurde mit der Umsetzung der Maßnahme durch das Bezirksamt beauftragt. Der Verein ist aufgrund seiner langjährigen Präsenz und Tätigkeit am Kottbusser Tor mit zahlreichen Akteur*innen bereits vernetzt und engagiert sich auch in den verschiedenen Netzwerken im Sozialraum.

© QM ZKO

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© Fixpunkt e.V.

© Fixpunkt e.V.

Die Projektschwerpunkte 2017 lagen auf der Analyse und Evaluation der Ausgangslage (Zielgruppendefinition / Gemengelagen) am Kottbusser Tor sowie auf der aufsuchenden Sozialarbeit (Beziehungsarbeit). Es wurden Wege und Handlungsmöglichkeiten identifiziert und praktisch erprobt, wie gemeinwesenorientierte Sozialarbeit zu einer sozial verträglichen Nutzung des öffentlichen Raumes beitragen kann - unter Berücksichtigung der Interessen der Anwohnenden, der Platznutzer*innen und Gewerbetreibenden. Hierbei stand der Kontaktaufbau zu den diversen Zielgruppen sowie zu Kooperationspartner*innen im Fokus der Arbeit. Dafür leistet das Kotti-Team wöchentlich zwei bis drei Streetwork-Einsätze; die Einsätze wurden von einem*r Sozialarbeiter*in und einem arabischen Sprachmittler durchgeführt. Der Schwerpunkt der Einsätze liegt auf dem „Sozialraum Kotti“. Dieser beschränkt sich nicht allein auf den Platz, auch Ausweichorte der Szene wie Konsumplätze, Treppen- und Parkhäuser wurden aufgesucht. Es wurde ein Peerprojekt mit niedrigschwelliger Beschäftigungsmöglichkeit für Platznutzer*innen in den Räumen des aquariums initiiert. Die Teilnehmer*innen („Szene-Mitglieder“) sammeln und entsorgen benutzte Spritzen und sollen dabei ein Mehr an Verantwortungsbewusstsein für den öffentlichen Raum entwickeln. Solche Projekte dienen den Teilnehmer*innen darüber hinaus als tagesstrukturierende Maßnahmen, um eine Basis zur Wiedereingliederung in gesellschaftliche Strukturen zu schaffen.

2017 als Modellprojekt gestartet, setzt Fixpunkt e.V. 2018-2019 nun gezielt die nach einer eingehenden Analyse initiierten, bedarfsgerechten Angebote für die verschiedenen Zielgruppen sowie die mit allen Akteur*innen vor Ort abgestimmten Handlungsschritte zur Verbesserung der öffentlichen Aufenthaltsqualität am Kottbusser Tor um. Für die Arbeit vor Ort werden sowohl bestehende Netzwerke eingebunden und so eine Zusammenarbeit mit vorhandenen/bereits aktiven (Hilfs-)Angeboten und Akteur*innen etabliert, als auch neue Partner*innen einbezogen.

Zieldefinition des Ende Dezember 2017 eingereichten Handlungskonzepts ist die Stärkung des Kiezes, die Verbesserung von Sicherheit und Ordnung und die Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität. Aus dieser Zieldefinition wurden fünf Teilziele formuliert:

  1. Unterstützung bei der Verbesserung der Lebensqualität von Personen, die sich im öffentlichen Raum aufhalten

  2. Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum bzw. des Wohnumfeldes

  3. Vermeidung von sozialer Ausgrenzung

  4. Auf- und Ausbau von Unterstützungsnetzwerken

  5. Gemeinsame, konfliktfreie Nutzung des öffentlichen Raumes für verschiedene Nutzer*innergruppen

Zu den o.g. Teilzielen entwickelte Fixpunkt e.V. Methoden und Maßnahmen, die z.T. bereits 2017 umgesetzt und so auf ihre Wirksamkeit und Zielerreichung geprüft werden konnten. Angebote, wie Mobilix (basismedizinische Grundversorgung), „Test it“ oder das Drogenkonsummobil, sind nur einige der weiteren zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen. Für die Intensivierung der Präsenszeit vor Ort werden die Mitarbeiter*innen zusätzlich im Präventionsmobil auf der Mittelinsel eingesetzt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Arbeit mit geflüchteten Personengruppen, woraus wichtige Kooperationen, wie z.B. mit der Flüchtlingskirche St. Simeon, der Refugee Law Clinic und dem Guidance Projekt vom Drogennotdienst entstanden sind.

Fixpunkt e.V., Ohlauer Str. 22, 10999 Berlin, Kontakt Team Kotti: 0177 298 33 78, Büro: 030 902 981 730
030 616 755 883

Fördersumme: 298.000 € (Kofinanzierung über Bezirksamt/ Fachbereich Soziales)


Fundraising – Qualifizierung

Cameron Project Group gGmbH

Laufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2018

Wie können Maßnahmen und wichtige Angebote im Quartier langfristig finanziell gesichert werden? Wie Vereine in ihrer Arbeit im Kiez gestärkt werden?

© QM ZKO

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Wie stelle ich einen Förderantrag? Wie finde ich passende Ausschreibungen zur Weiterfinanzierung meiner Angebote? Welche Förderprogramme, Stiftungen gibt es? Das Projekt „Fundraising“ verfolgt das Ziel, sozial ausgerichtete Einrichtungen, Institutionen und Vereine im Quartier zu befähigen, ihre Angebote langfristig auf eine finanziell und strukturell solide Basis stellen zu können. Dafür werden praxisnahe Konzepte entwickelt sowie individuell abgestimmte Coachings und Workshops in den Bereichen Fundraising, Organisationsstrukturen und Projektmanagement durchgeführt.

Den Auftakt bildete eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Online-Spendenplattform „Betterplace“, bei der sich die Vertreter*innen der teilnehmenden Einrichtungen / Vereine / Institutionen und die Berater*innen kennenlernten und gemeinsam die Themenbereiche für die zwei Jahre der Projektdauer festlegten. Das Projekt basiert auf zwei Säulen: auf dem Gruppen- sowie dem Einzelcoaching In den Einzelcoachings werden gemeinsam mit den Vertreter*innen der Einrichtungen / Vereine / Institutionen die für sie wichtigen Themenkomplexe er- und bearbeitet. Dabei ging es 2017 in erster Linie um die Wirkungsmessung für Projekte, das erfolgreiche Recherchieren von Finanzierungsmöglichkeiten für geplante Maßnahmen / Angebote und um das Formulieren sowie Konkretisieren von Projektideen.

In den Gruppencoachings und Workshops werden vor allem diejenigen Themen behandelt, die für alle Einrichtungen / Vereine / Institutionen relevant sind. Eingeladen wurden zu diesen Workshops Fachexpert*innen, die den Teilnehmer*innen Informationen und wertvolle Tipps gaben, so u.a. zur „Projektabrechnung und strategischen Finanzplanung“, zur „Effizienz im Team“ und zur „Soziale Wirkung von Projekten“. Ergänzend dazu fanden Web-Seminare zu Themen des Online-Fundraising und des Email-Marketings statt.

2018 werden sechs Workshops durchgeführt. Diese dienen dazu, den Einrichtungen / Vereinen / Institutionen eine Strategie für eine sich ständig verändernde Fundraising- und Förderlandschaft mit den Projektdurchführenden praxisnah zu entwickeln und auszuarbeiten. Darüber hinaus bieten die Workshops den Teilnehmer*innen die Gelegenheit, sich untereinander weiter zu vernetzen und vom gegenseitigen Wissensaustausch und Feedback zu profitieren.

© CamP Group gGmbH

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© CamP Group gGmbH

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Die Themen der Workshops 2018 sind:

  • Projektabrechnung und strategische Finanzplanung: Wie plane ich Budgets richtig ein? Was muss ich bereits im Voraus für die Endabrechnung wissen?

  • Schreibwerkstatt: Wie kann ich meine Projektbedarfe und -ziele überzeugend formulieren? Wie kann ich Marketingmaterialien zielgruppengerecht entwickeln?

  • Unternehmensförderung (CSR): Wie überzeuge ich Unternehmen davon, mein Projekt oder meine Organisation zu unterstützen? Und wen frage ich an?

  • Effizienz im Team: Projektmanagement-Tools, mit denen Arbeitszeit gespart und Synergien im Team gefördert werden.

  • Ideen und Zukunftswerkstatt: Welche Trends gibt es im Kiez, und was bedeutet das für die künftige Förderlandschaft? Methoden zum Entwickeln neuer bedarfsorientierter Projektideen

  • Soziale Wirkung meines Projekts: Wie richte ich meine Organisationsstrategie aus? Was bedeutet wirkungsorientierte Projektarbeit?

Zum Abschluss des Projektes findet eine Veranstaltung statt, zu der auch Vertreter*innen aus Stiftungen, CSR-Abteilungen und der Presse eingeladen werden sollen. Sie soll den Teilnehmer*innen darüber hinaus als wertvolle Vernetzungsmöglichkeit dienen und die Gelegenheit bieten, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Workshops zum Fundraising - Termine zum Download

Cameron Project Group gGmbH, Glogauer Straße 21, 10999 Berlin, Ansprechpartnerin: Lisa Opel
030 555 711 32

Fördersumme: 30.000,00 €


Wir sind der Kotti

(Kotti-Coop e.V.)

Laufzeit: 15.07.2016 – 31.12.2018

© Kotti Coop e.V.

© Kotti Coop e.V.

„Selbst für den Kotti zu krass“, No-go-area Kotti“, „Kotti – der Platz der Gesetzlosen“ – negative Schlagzeilen über das Kottbusser Tor findet man in den Medien genug. Die positiven Aspekte werden durch negative Medienberichterstattungen häufig in den Hintergrund gedrängt. So engagieren sich bereits seit vielen Jahren Bewohner*innen, Akteur*innen und Einrichtungen sowie Hausverwaltungen / Wohnungsbaugesellschaften für ihren Kotti, sie ergreifen auch Initiative und gestalten das Zusammenleben aktiv mit.

Im Rahmen dieses Projektes soll mit verschiedenen Formaten, Events und öffentlichkeitswirksamen Aktionen eine positive Entwicklung der Binnenwahrnehmung, der Medienberichterstattung sowie des „Wir-Gefühls“ bei Anwohner*innen und Akteur*innen am Kottbusser Tor gefördert werden.

Der Verein Kotti-Coop e.V. ist 2015 von Anwohner*innen des Kottbusser Tors gegründet worden. Ziel ist es, im Interesse der Bewohner*innen und für eine positive Stadtteilentwicklung Einfluss auf Veränderungen im Wohngebiet zu nehmen. 2017 wurde das Image-Nachbarschaftsheft „Alles Kotti“ konzipiert, herausgegeben und kostenlos im Quartier – auch über zentrale Anlaufstellen und Treffpunkte (FHXB Museum, Kotti-Shop, Kotti e.V., Mittelpunktbibliothek, aquarium, QM-Büro etc.) – verteilt. Außerdem wurde ein „Image-Paket“ für Gewerbetreibende herausgegeben sowie eine Kampagne zur Sensibilisierung von Tourist*innen entwickelt. Bisheriger Höhepunkt war die Ausstellung „Augen-Blicke“ an der Fassade des Neuen Kreuzberger Zentrums. Die Intention der Projektdurchführenden war es, den Negativbildern in den Medien etwas entgegenzusetzen, als auch zu verdeutlichen, dass am Kottbusser Tor Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschichten leben. Die Augen der Anwohner*innen des Neuen Kreuzberger Zentrums wurden auf großformatige Transparente gedruckt und überblickten das Kottbusser Tor, sodass den Menschen hier am Kotti ein Gesicht gegeben wurde. Die sechswöchige Ausstellung wurde in Anwesenheit der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Frau Katrin Lompscher, am 22. September 2017 vor dem Kotti-Shop eröffnet.

© Kotti Coop e.V.

© Kotti Coop e.V.

Für kleinere Aktionen und Veranstaltungen in der Nachbarschaft wurde der „Kotti-Verstärker“, eine mobile PA-Sound-Anlage inkl. Funkmikrofon, angeschafft. Dieser kann von den Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen kostenlos ausgeliehen werden.

030 61 65 72 57

Kotti-Verstärker - Flyer zum Download

Für 2018 ist in Planung:

Die großformatigen Transparente der Ausstellung „Augen-Blicke“ sollen an den Außen- und Seitenflächen der Hochbahn U1 angebracht und ausgestellt werden. Die Eröffnung soll von einer Kinderparade begleitet werden, in Kooperation mit der Jens-Nydahl-Grundschule und der Gustav-Meyer-Schule.

Geplant sind 2018 ferner eine zweite öffentlichkeitswirksame Ausstellung mit dem INA.KINDER.GARTEN und dem FHXB Museum, die Herausgabe eines weiteren Image-Nachbarschaftshefts „Alles Kotti“ sowie diverse, weitere kleinere Medien / Formate und deren Distribution.

Kotti-Coop e.V., ℅ Hamann, Admiralstrasse 2, 10999 Berlin-Kreuzberg
030 61 65 72 57

Fördersumme: 58.000,00 €


„(Re)kommunalisierung Plus“. Modellprojekt am Kottbusser Tor

Kotti-Coop e.V.

Laufzeit: 01.01.2018 − 30.06.2018

© Kotti-Coop e.V.

© Kotti-Coop e.V.

Diese Studie ist ein Baustein zur Entwicklung eines Modellprojektes der Mieter*innenmitbestimmung und -selbstverwaltung, wie sie im Koalitionsvertrag des Berliner Senats von 2016 unterstützt wird. Im Fokus des Projektes steht die Erforschung von Partizipationsbedingungen, die der sozialen Lage der lokalen Bevölkerung angemessen sind und sie zur Mitwirkung befähigen.

Die Anwohner*innen und Gewerbetreibenden im Untersuchungsgebiet um das Kottbusser Tor werden hinsichtlich ihres Interesses an einer aktiven Mieter*innenmitbestimmung und -selbstverwaltung befragt und aktiviert. Aus den Ergebnissen der Mieter*innenbefragungen und aus Expert*inneneninterviews wird ein modellhafter Prozess zur Umsetzung der Mieter*innenmitbestimmung und -selbstverwaltung abgeleitet. Der Schwerpunkt der Fragestellungen: Wer sind die Menschen rund um das Kottbusser Tor? Was brauchen sie, um sich zu engagieren? Was können sie?

Die ersten zweieinhalb Monate dienten dem Aufbau von Strukturen (Steuerungsgruppe, wissenschaftlicher Begleitkreis) sowie der Sichtung und Auswertung von Fachliteratur hinsichtlich geeigneter Methoden der Nachbarschaftsarbeit und diesbezüglichen Expert*inneninterviews; erste Akteur*innentreffen fanden im Nachbarschaftsforum „aquarium“ statt.

Rund um den Kotti wurden Projektankündigungsflyer verteilt und in der Ausgabe 01 der „Kotti-Info“ für Mieter*innen und Gewerbetreibende zum Projekt informiert. Des Weiteren wurden Interviews mit Nachbar*innen über für sie relevante Themen zu ihrer Wohnsituation und das Umfeld betreffend geführt. Mitte April startet eine zweite Befragungsrunde mit standardisierten Fragebögen für die Mieter*innen sowie öffentliche Nachbarschaftsversammlungen.

Die Ergebnisse werden am Ende des Projektes sowohl der Nachbarschaft als auch den Medien und der Politik vorgestellt. Sie stellen ggf. die Grundlage für die Konkretisierung und Realisierung der Mieter*innenmitverwaltung dar.

Kotti-Coop e.V., ℅ Hamann, Admiralstrasse 2, 10999 Berlin-Kreuzberg

Fördersumme: 79.874,72 €


Handlungsfeld: Öffentlicher Raum


gemeinsam.sauber.aktiv

(Cameron Project Group gGmbH)

Laufzeit: 01.09.2016 – 31.12.2018

Die Spielplätze im QM-Gebiet haben in den letzten Jahren stark an Nutzungsmöglichkeiten und Aufenthaltsqualität eingebüßt. Dies liegt nicht nur an den zum Teil maroden Spielgeräten, sondern vor allem an der Verwahrlosung, der Vermüllung und der Zweckentfremdung der Spielanlagen. Im Rahmen dieser Maßnahme werden die Problemlagen auf den bezirklichen Spielplätzen Naunynstraße 43-45 / 49-51 und Dresdener Straße 127 sowie auf dem Spielplatz des Kreuzberger Zentrums, Adalbertstraße 4 (hinter der Mittelpunktbibliothek) angegangen.

© CamP Group gGmbH

© CamP Group gGmbH

© CamP Group gGmbH

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Das Projekt verfolgt drei Ziele:

  1. Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Nutzungsmöglichkeiten:

Durch kleinteilige Veränderungen / Verschönerungsmaßnahmen an Vorhandenem (Zäune, Spielgeräte, Einfassungen etc.) soll das Erscheinungsbild verbessert werden. Eine höhere Nutzungsauslastung wird durch mehr Angebote (z.B. mobile Spielgeräte) erreicht.

  1. Sensibilisierung der Bewohner*innen:

In öffentlichkeitswirksamen, zielgruppenorientierten Aktionen und Workshops wird das Problem- und Verantwortungsbewusstsein der Nutzer*innen gestärkt. Dabei soll Kindern wie Erwachsenen nahegebracht werden, wie man mit Müll verantwortungsvoll umgeht und was die Konsequenzen mangelnder Sauberkeit auf Spielplätzen sind.

  1. Spielplatzpatenschaften:

Die Spielplatzpat*innen sollen auch nach Ende der Förderung alternative Spielanregungen geben und die Organisation und Koordination der Ausleihe der mobilen Spielgeräte übernehmen. Ihre Anwesenheit auf den Spielplätzen soll zum einen als soziale Kontrolle in Bezug auf Sicherheit, zum anderen als Vorbildfunktion hinsichtlich der Sauberkeit dienen.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit pädagogischen Akteur*innen im Kiez – besonders Kinder- und Jugendeinrichtungen wie Loyal e.V., der Jens-Nydahl-Grundschule, der Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße, Kotti e.V. sowie Kitas im Einzugsgebiet der Spielplätze – werden Konzepte entwickelt, die Kinder und Jugendliche als Hauptnutzer*innen der Spielplätze wieder in den Mittelpunkt rücken. Dafür werden Aktionen, Veranstaltungen und Workshops durchgeführt, die im Stadtteil öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden.

2017 wurden verschiedene Mitmach-Aktionen in Kooperation mit der Jens-Nydahl-Grundschule und Loyal e.V. umgesetzt. Die Kinder formulierten im Rahmen von RespAct-Projektwochen und Aktionstagen Wünsche und Ideen zur Verschönerung der Spielplätze und planten gleichzeitig die Schritte zu deren Umsetzung mit. Auf den Spielplätzen wurden mehrsprachige Schilder mit den Kontaktdaten des Trägers angebracht, damit die Bewohner*innen jederzeit ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge an die CamP Group gGmbH weitergeben können. Gleichzeitig dienen die Schilder als Werbung für die Übernahme von Spielplatzpatenschaften.

© CamP Group gGmbH

© CamP Group gGmbH

© CamP Group gGmbH

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Auch 2018 organisiert die CamP Group gGmbH Aktionen und Veranstaltungen auf den Spielplätzen in der Naunynstraße, Dresdener Straße sowie hinter der Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße mit dem Ziel, die Sauberkeit und Aufenthaltsqualität der Spielanlagen zu verbessern, zu denen auch eine Sensibiliserungskampagne für Bewohner*innen gehört.

Zusammen mit Bewohnern*innen und Akteur*innen des Quartiers sind diverse Mitmach-Aktionen ab dem Frühjahr 2018 geplant.

Im Rahmen des Projektes werden auch mobile Spielgeräte angeschafft, deren Einsatz unter Anleitung erfolgen wird. Die mobilen Spielgeräte sind im Oase Verkehrsgarten, der Verkehrsschule am Wassertorplatz, gelagert und stehen auch nach Förderung dem Quartier dauerhaft zur Verfügung. Die Ausleihe soll dann über die Spielplatzpat*innen koordiniert werden.

Sie wollen über die Aktionen auf dem Laufenden gehalten werden? Oder Sie wollen gerne Spielplatzpat*in werden? Interessierte wenden sich bitte per E-Mail an: josie@camp-group.org.

Flyer für interessierte Spielplatzpat*innen zum Download

CamP Group gGmbH, c/o Fairmondo, Glogauer Str. 21, 10999 Berlin Ansprechpartnerinnen: Josefine Wüst (Projektleitung), josie@camp-group.org, 0176 702 489 60, Nicole Erfurth (Projektassistenz), nicole@camp-group.org
030 555 711 32

Fördersumme: 51.997,18 €


Ausgewählte Projekte der letzten Jahre:


Handlungsfeld: Nachbarschaft, Gemeinwesen, Integration


Nachbarschaftskoordinatorin im südlichen Teil des Quartiers

(Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg / Amt für Soziales, Kotti e.V.)

Laufzeit: 01.04.2015 - 31.12.2017

© Kotti e.V.

© Kotti e.V.

Die professionelle Begleitung der Bewohner*innen durch die Nachbarschaftskoordinatorin sollte zum einen das soziale Engagement, zum anderen die Vielfalt der unterschiedlichen Beteiligungs- und Teilhabemöglichkeiten im Kiez erhöhen. Vor allem aber sollte die Nachbarschaftsarbeit dazu beitragen, dass die Beratungs- und Unterstützungsangebote effektiver genutzt werden. Die Arbeit vor Ort stärkte den Zusammenhalt in der Nachbarschaft und förderte die Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Bewohner*innen. Daher wurden auch gemeinsam mit den Bewohner*innen und den lokalen Akteur*innen bedarfsgerechte Angebote initiiert und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten organisiert.

© Kotti e.V.

© Kotti e.V.

Frau Elisabeth Scholz-Yildiz (Kotti e.V.) koordinierte die Nachbarschaftsarbeit und den Nachbarschaftstreff "blog_huette". Folgende Themenfelder und Aktivitäten wurden schwerpunktmäßig angegangen:

  • Aktionen und Feste für die blog_huette zu entwickeln und durchzuführen
  • Bewohner*innen-Initiativen in den Südblöcken zu unterstützen und anzuleiten
  • thematisch offene Gruppenangebote (z.B. Kreativ- und Gesundheitsangebote ) in der blog_huette zu initiieren und zu koordinieren
  • Informationen aus dem Kiez bereitzustellen und Interessierte an Beratungsangebote weiterzuvermitteln
  • Informationsveranstaltungen und Workshops zu verschiedenen Themen mit Kooperationspartnern anzubieten
  • Unternehmungen und Kiezbegehungen für Bewohner*innen zu organisieren

Ein weiterer Baustein des Projektes war der Aufbau einer Netzwerkrunde der Akteur*innen (Nachbarschaftsvertreter*innen, Bewohner*innen, Vereinen und Initiativen) im südlichen Teil des Quartieres, um die Ressourcen zu bündeln. Die Nachbarschaftskoordinatorin steuerte diesen Prozess der Zusammenarbeit und organisierte die regelmäßig stattfindenden Treffen. Das „Nachbarschaftsnetzwerk Südkiez - Plattform für Akteur*innen und Nachbar*innen“ bot Gelegenheit für:

  • Informationsbündelung und -austausch
  • Initiierung gemeinsamer Aktionen
  • Förderung der Nachbarschaftshilfe
  • Sichtbarmachen von Ehrenamt und Stärkung des Zusammenhalts
  • Bau einer Brücke in den „Nordkiez“

Informationen zu Ansprechpartner*innen, Öffnungszeiten des Nachbarschaftstreffs und Angebote ab 2018 finden Sie hier.

Kottbusser Str. 6 / Admiralsstraße 37, 10999 Berlin

Fördersumme: 91.545,15 €


Nachbarschaftstreffpunkt: blog_huette

(GSW Immobilien AG)

Laufzeit: 01.01.2015 - 30.07.2015

© QM ZKO

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Mit dieser Maßnahme wurde ein neuer Nachbarschaftstreffpunkt für die Bewohner*innen des südlichen Quartiers, im Innenhof des Blocks 87, Admiralstraße 37, 10999 Berlin, geschaffen. Die Räumlichkeiten stellte die GSW Immobilien AG dem Quartier zur Verfügung. Nach einer dringend notwendigen Instandsetzung und kleineren Renovierungsarbeiten steht die "blog_huette" für alle Bewohner*innen offen. Genutzt werden kann sie von April bis Oktober.

© QM ZKO

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Das bietet der Nachbarschaftstreff :

  • Informationen über den Stadtteil
  • Raum für Teamsitzungen (Flipchart, Moderationskoffer)
  • Raum für eigene Ideen
  • Kreativmaterial: Schmuck, Malen u.v.m.
  • Sportmaterial: Federball, Fussball, Basketball, Tischtennis, Slackline, Walking, Sporthocker, Jogamatten u.v.m.
  • Werkstattmaterial ( Holz, Fahrrad und Elektrik)

Informationen zu Ansprechpartner*innen, Öffnungszeiten des Nachbarschaftstreffs und Angebote ab 2018 finden Sie hier.

Fördersumme 2015: 20.000,00 €


Kiez hilft Kiez - Nachbarschaftshilfe und Stärkung des Ehrenamtes

(Chariteam UG)

© Chariteam UG

Laufzeit: 01.09.2015-31.12.2017

Neben dem Aufbau von Strukturen für eine Vermittlung Ehrenamtlicher an Einrichtungen mit Unterstützungsbedarf war Ziel dieser Maßnahme ein Nachbarschaftshilfe-Netzwerk zu etablieren, im Sinne einer niedrigschwelligen Kompetenzaustauschbörse für ehrenamtliches und nachbarschaftliches Engagement im Quartier. Zum Aufbau des Nachbarschaftshilfe-Netzwerks wurde mit bestehenden Angeboten und lokalen Akteur*innen Kiez zusammengearbeitet. Es fanden zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen zur Vernetzung statt.

Ziel im Bereich Nachbarschaftshilfe war es, Anwohner*innen zu ermutigen, die teilweise anzutreffende Anonymität in den Häusern, Wohnblöcken und Straßenzügen zu durchbrechen. Dies geschah durch die Förderung der Kommunikation untereinander, zum Beispiel bei Nachbarschaftstreffen, Hoffesten und anderen gemeinschaftlichen Aktionen.

Das Team von “Kiez hilft Kiez” informierte über aktuelle Engagement-Möglichkeiten im Kiez und unterstützte bei der Begleitung der Freiwilligen. Um das ehrenamtliche Engagement zu fördern bot "Kiez hilft Kiez“ Workshops an, in denen sich Einrichtungen, Vereine und Organisationen weiterqualifizieren konnten, um so die Ehrenamtlichen noch besser betreuen zu können.

Was ist noch passiert?

Es fanden monatliche thematische Engagement-Stammtische statt, die Koordinierung von Bedarfen erfolgte in wöchentlichen Sprechstunden im Café Südblock und durch Auflistung der Gesuche auf der Website und Aushängen bei zentralen Anlaufstellen im Quartier (z.B. Mittelpunktbibliothek). Es konnte eine Wissensdatenbank für Akteur*innen und Organisationen „Wie gehe ich mit Ehrenamtlichen um?“ bereitgestellt werden und Nachbarschafts-Gruppen im Bereich social media gebildet werden: Gruppe bei nebenan.de und bei facebook. Schließlich erfolgte eine Dokumentation der Projekt-Ergebnisse in Form einer Broschüre. Die Broschüre enthält Informationen zu Nachbarschaftshilfe und zum freiwilligen Engagement im Kiez, außerdem beinhaltet die Broschüre ein Adressenregister für wichtige Anlaufstellen im Kiez.

Hier finden Sie die Broschüre zum Abschluss des Projekts Kiez hilft Kiez – Übersicht Ehrenamtsgesuche, Hilfestellungen rund um das Ehrenamt, die Broschüre ist auch im QM Büro erhältlich.

Hier geht es zur Homepage von Kiez hilft Kiez

© Chariteam UG

Fördersumme: 81.951,89 €


aquarium – Nachbarschaftsforum am Kottbusser Tor

(Admiralstraße 1-6 Grundstücks GmbH & Co. Hausbau KG, Narrativ e.V.)

Laufzeit: 15.10.2015-31.12.2015

Mit Mitteln des Baufonds wurde eine ca. 300 m² große Gewerbeeinheit am Kottbusser Tor – die ehemalige Zierfischhandlung „Aquarien Meyer“ (Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin) – zu einem barrierefreien Nachbarschaftsforum umgebaut. Die Initiator*innen des aquariums, die benachbarte Südblock GmbH, hatten diese Idee bereits seit längerem, weil die Kapazitäten des „Südblocks“ den steigenden Anfragen für Projekte, Bewohner*innentreffen und Veranstaltungen nicht mehr gerecht werden konnten. Mit ihrem Konzept gelang es den Initiator*innen die Eigentümer zu überzeugen, und so konnten nach Bewilligung der Fördermittel die Bauarbeiten beginnen. Die Einweihungsfeier der Räumlichkeiten fand am 01.12.2016 statt.

© QM ZKO

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2016 gründeten die Initiator*innen des aquariums den Narrativ e.V. Ziele des Vereins sind die Pflege und Förderung des interkulturellen und generationsübergreifenden Dialogs, die trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung verschiedener Akteur*innen sowie die Förderung eines lebendigen Austauschs zwischen Anwohner*innen, Initiativen, Beratungseinrichtungen und Büronutzer*innen. Feste Kooperationspartner*innen sind bis dato die Arbeitsgemeinschaft für selbstbestimmtes Leben Schwerstbehinderter Menschen e.V. (ASL e.V.) und der Berliner Assistenzverein e.V., die sich im hinteren Bereich des aquariums eingemietet haben.

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Die Vernetzung vorhandener Ressourcen, die Bildung von tragfähigen Partnerschaften mit Initiativen, Institutionen und weiteren lokalen Akteuren wird angestrebt.

Das Nutzungskonzept stellt hohe Anforderungen an die Raumorganisation und -ausstattung. Die Räume sind variabel gestaltet, um den sich ändernden Bedürfnissen und Bedarfen der verschiedenen Nutzer*innen(-gruppen) gerecht werden zu können. So erlaubt es das Raumkonzept, dass zeitgleich eine große Versammlung, Beratungsangebote, aber auch die ungestörte Nutzung der Büroräume stattfinden können. Ein barrierefreier Zugang zu allen Räumlichkeiten wurde durch den Umbau ebenso geschaffen.

Als Träger erhielt der Narrativ e.V. für die Räumlichkeiten einen Mietvertrag von 10 Jahren. Für das Quartier, vor allem aber für die Nachbarschaft, stellt das aquarium eine wichtige Ressource dar -- ein Ort der Kommunikation, der Information und des Austausches für alle Bewohner*innen und Akteure aus dem Kotti-Kiez.

Narrativ. e.V., Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin

Fördersumme: 226.136,00 € (Baufonds); 28.000,00 € (Projektfonds / Ausstattung der Räumlichkeiten)


Handlungsfeld: Öffentlicher Raum


Vertikale Gärten: die Fassade INA.KINDER.GARTEN

(INA.KINDER.GARTEN gGmbH)

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2016

Mit dieser Maßnahme sollte weiteren Beschädigungen an der Fassade des INA.KINDER.GARTENS (Dresdener Straße 128, 10999 Berlin) durch Vandalismus und illegalen Graffitis vorgebeugt werden. Entwickelt wurde die Maßnahmeidee im Rahmen eines Präventionsrundganges mit der Polizei/Dir. 5, Stab 42 / Prävention, im Sommer 2014. Auf deren Empfehlung hin wurde auch die Peter-Lenné-Schule (Oberstufenzentrum Natur und Umwelt) für die Entwicklung von umsetzbaren Ideen für die Begrünung der Fassade beteiligt.

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Im Rahmen eines Schulprojektes erarbeiteten die Schüler*innen mehrere Konzepte und konkretisierten ihre Ideen, die sie in mehreren Gesprächen mit der Kitaleitung und dem QM erörterten. Vor allem widmeten sich die Schüler*innen Fragen wie „Welche Pflanzen kommen für die Begrünung in Frage?“ und „Wie sollten die Blumenkübel aussehen?“ bzw. „Aus welchem Material müssten sie sein?“. Auch zur Frage der geeigneten Bewässerung konnten die Schüler*innen wertvolle Ratschläge geben. An der Gestaltung haben sich im Vorfeld Eltern der Kitakinder und Erzieher*innen der Einrichtung beteiligt mit dem Ziel, eine optimale Lösung für alle Bereiche der Fassade (zum Neuen Kreuzberger Zentrum, zur Dresdener Straße, zum Spielplatz und im Vorderbereich / Treppenaufgang) zu entwickeln.

Durch die Maßnahme haben die Fassaden des Gebäudes und der Zaun im Eingangsbereich ein neues „Gesicht“ bekommen: Die „Hängenden Gärten von der Dresdener Straße“ – die herunterhängenden und kletternden Pflanzen – tragen nicht nur zu einem für eine Kita angemessenerem Erscheinungsbild bei, sondern verschönern auch das Straßenbild insgesamt.

Träger: INA.KINDER.GARTEN gGmbH, Wilhelm-Kabus-Straße 42-44, 10829 Berlin
Projektadresse: INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße, Dresdener Straße 128, 10999 Berlin
030 / 60977890
030 / 69 50 37 90

Fördersumme: 34.000 €


Um- und Neugestaltung des Innenhofes Block 86

(Deutsche Wohnen AG)

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2016

Der Innenhof des Blocks 86 (Zugang über die Admiralstraße 33-37 und die Kohlfurter Str. 27-39, 10999 Berlin) wurde im Rahmen der Maßnahme unter städtebaulich-präventiven Kriterien umgestaltet.

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Im Vorfeld fand im Sommer 2014 ein Präventionsrundgang der Polizei / Dir. 5, Stab 42 / Prävention statt, bei dem Ideen und Bedarfe benannt, erörtert und konkretisiert wurden. Die Diskussionen vor Ort drehten sich vor allem um die Frage, welche Möglichkeiten und Wege es gibt, Kriminalität und Unsicherheitserfahrungen mit Maßnahmen der räumlichen Umgestaltung vorzubeugen. Daher sollte das Ziel der Umgestaltung des Innenhofes sein, nicht nur die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, sondern auch die Zweckentfremdung zu reduzieren und das subjektive Sicherheitsempfinden der Anwohner*innen zu steigern. Da der hintere Bereich des Innenhofs aufgrund hochgewachsener Sträucher und Bäume schlecht einsehbar war und immer wieder Unbefugte dazu verleitete, sich dort zu treffen und Drogen oder/und Alkohol im Verborgenen zu konsumieren, wurden zunächst die Büsche und Sträucher zurückgeschnitten. Dadurch ist der Innenhof heute einsehbarer und offener. Darüberhinaus wurden kommunikative Sitzgelegenheiten für die Bewohner*innen geschaffen und die Spielbereiche für Kinder aufgewertet, indem neue Spielgeräte, u.a. eine Schaukel, aufgestellt wurden.

Deutsche Wohnen Kundenservice GmbH, Mecklenburgische Str. 57, 14197 Berlin; Büro Berlin, Charlottenstr.81, 10969 Berlin
030 / 89786-0

Fördersumme: 30.000 €

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Handlungsfeld:Bildung, Ausbildung, Jugend


Naturnahe Gartenumgestaltung Kita Planufer 81

(Kindergärten City)

Laufzeit: 01.03.2015 - 31.10.2015

Die Maßnahme umfasste die Umgestaltung des Gartens der Kita mit dem Ziel, neben der Gesundheit auch die Freude an der Bewegung zu fördern und die Kinder dabei zu unterstützen, ein gutes Körpergefühl entwickeln zu können. In diesem Rahmen wurden unter Beteiligung der Kinder und Eltern Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersstufen konzipiert, die den Kindern gleichzeitig einen naturnahen Raum bieten: „Naturspielorte“ entstanden in Form von Weidenhütten und Teile des Gartens wurden so umgestaltet, dass die Erzieher*innen gezielt und individuell die motorische Entwicklung der Kinder sowie bei gemeinsamen Bewegungsspielen ihren Teamgeist und ihre Sozialkompetenzen fördern können.

Die Kita Planufer 81 liegt am Rande des QM-Gebietes, wird jedoch hauptsächlich von Kindern aus dem südlichen Teil des QM-Gebietes besucht. In der Kita, die ein Kooperationspartner der Jens-Nydahl-Grundschule ist, werden Kinder im Alter von 2 Monaten bis zur Einschulung betreut. Als Integrationskita leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Kindern mit Defiziten in der deutschen Sprache. Zahlreiche Kinder in der Kita haben einen Förderbedarf hinsichtlich ihrer fein- und grobmotorischen Entwicklung und benötigen daher eine gezielte Gesundheits- und Bewegungsförderung. Diese ist dringend notwendig, um die Kinder adäquat auf die Grundschule vorbereiten zu können und ihre Bildungschancen dadurch zu erhöhen.

© Kindergärten City

© Kindergärten City

© Kindergärten City

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Träger: Kindergärten City, Landsberger Allee 117 a, 10407 Berlin
Projektadresse: Kita Planufer 91, Planufer 91, 10967 Berlin
030/5058-6501, 030/5058-6500

Fördersumme: 11.138,40 €


Wir sind erstklassig! Verbesserung der Außenwahrnehmung der Jens-Nydahl-Grundschule

(Cameron Project Group gGmbH)

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2017

Trotz überwiegend positiver Bewertungen durch die Schulinspektionen und die guten Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (VERA) nimmt die Schüler*innenzahl der Jens-Nydahl-Grundschule seit einigen Jahren sukzessive ab.

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Zurückzuführen ist dies vor allem auf die zum Teil negative Außenwahrnehmung der Schule in ihrem Einzugsgebiet. Denn ungeachtet der Devise „Fördern und Fordern“, der Fokussierung auf das „Soziale Lernen“, der guten Arbeit des Kinderbüros mit seinen zusätzlichen Angeboten für Schüler*innen und der sehr guten infrastrukturellen Ausstattung (u.a. Nawi- und PC-Raum, Lernwerkstatt) konnte sich in den letzten Jahren die Außenwahrnehmung der Grundschule nicht verbessern.

„Wir sind erstklassig“ – diese Devise soll sichtbarer nach außen werden! Daher wurden vor allem die besonderen und guten Angebote der Jens-Nydahl-Grundschule (Theater-AG, Trommelgruppe, Mathe-Werkstatt u.v.a.) ihre einzigartige infrastrukturelle Ausstattung und die zusätzlichen Programme (wie Rechenfix & Wortgewandt) breiter und effektiver kommuniziert. Aber auch das Schulprofil wurde geschärft und das Netzwerk der Grundschule mit den Kooperationspartner*innen gestärkt und gefestigt.

Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in zwei Phasen: Nach einer Steuerungs- und Planungsphase von Januar bis April 2016, die unter Einbindung des Schulkollegiums erfolgte, erfolgte die Umsetzungsphase der abgestimmten Einzelmaßnahmen bis Ende 2017. In dieser Phase wurden, ausgehend von den Recherche- und Analysearbeiten der ersten Steuerungsphase, die ausgehandelten strategischen Schritte konkretisiert und sog. Handlungskategorien entwickelt. Die Strukturierung der Handlungskategorien erfolgte gemeinsam mit den Lehrer*innen (= 5 AGs), außerdem wurde ein Handlungsplan sowie Leitziele für die Kleingruppen erarbeitet. Themen der AGs waren: Öffnung der Grundschule in die lokale Gemeinschaft; Öffentlichkeitsarbeit; Hospitation in Vergleichsschulen; Schulprogramm & Schulprofil; Umgang mit Schulklientel. Alle Kleingruppen arbeiten intensiv an den Aufgaben und setzen die Ergebnisse sukzessive um.

Es wurden öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt sowie Auftritte & Veranstaltungen begleitet, bestehende Angebote optimiert und Teambuilding-Strategien entwickelt. Durch Kooperationen mit Projekten und lokalen Akteur*innen wurde das Schülerparlament gezielt gestärkt und eingebunden. Es erfolgten Hospitationen in Vergleichsschulen, außerdem fanden Fortbildungen für Lehrer*innen, wie z.B. zur interkulturellen Pädagogik, statt.

Dieser Film ist während des Ferienprogramms 2016 entstanden

Cameron Project Group gGmbH, Glogauer Straße 21, 10999 Berlin
030 / 55571132

Fördersumme: 53.996,79 €


Lesen macht Spaß an der Jens-Nydahl-Grundschule

(Förderverein Jens-Nydahl-Grundschule e.V.)

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2017

Durch diese Maßnahme konnte die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität der Schulbücherei erhöht werden. So wurde zum einem der Medienbestand durch ein attraktives Präsenzangebot mit aktuellen, mehrsprachigen Kinder- und Hörbüchern sowie Spielen für alle Klassenstufen erweitert, andererseits ist das Mobiliar ergänzt und zum Teil erneuert worden.

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Eine neue Raumkonzeption lädt dazu ein, sich in der Schülbücherei wohl zu fühlen: neue Büchercontainer entlang der Wände, neue Vorhänge, ein himmelblaues „Lesesofa“ und in der Mitte ein mit einem Teppich ausgelegtes Podest mit vielen Sitzsäcken sowie -kissen, Beistelltischen und Leselampen.

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Im Rahmen der Umgestaltung der Schulbücherei wurde auch ein neues Nutzungskonzept entwickelt, das in das Leseförderkonzept der Jens-Nydahl-Grundschule eingebettet ist. Unterstützt wird die Grundschule durch die Mittelpunktbibliothek in der Adalbertstraße, mit der sie seit mehreren Jahren eng zusammenarbeitet, und den Lesepat*innen, die sich seit längerem ehrenamtlich in der Grundschule engagieren, um die Kinder in ihrer Lese- und somit auch in ihrer Sprachkompetenz zu fördern und zu stärken. Der Spaß am Lesen soll zukünftig auch gezielt durch noch mehr Vorleseangebote und besondere Aktionen wie Leseabende und -nächte geweckt werden.

Das neue Nutzungskonzept der Schulbücherei im Überblick:

  • vorwiegend Präsenzbibliothek
  • Recherche von Unterrichtsthemen
  • tägliche (betreute) Öffnungszeiten
  • Angebote: a) Mütter-Sprachkurse; b) Anleitung der Eltern zur Schullektüre ihrer Kinder; c) Bilderbuchkino; d) Buchvorstellungen („Buch des Monats“)
  • Vorleseangebote: a) Vorlesestunden der Lesepaten b) Vorlesenachmittag, einmal im Monat von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur mit Fragestunde für die Schüler*innen (ab Klasse 3); c) Leseabende / Lesenächte; d) Vorlesen in der Muttersprache durch die Eltern

Am 18.11.2016, dem 13. bundesweiten Tag des Vorlesens, fand die feierliche Eröffnung der neuen Schulbücherei in der Jens-Nydahl-Grundschule statt. Eingeladen waren die Kooperationspartner der Grundschule sowie zahlreiche andere Gäste wie z.B. die SPD- Bundestagsabgeordnete Cancel Kizeltepe, die eine Eröffnungsrede hielt und den Kindern anschließend eine Geschichte vorlas.

Jens-Nydahl-Grundschule, Kohlfurter Str. 20, 10999 Berlin, Schulleiterin: Claudia Deutscher
030 / 5058-61 11

Fördersumme 2015 / 2016: 39.560,81 €


ausgesuchte Projekte bis 2014:


Kommunikation durch Kunst e.V.: „Kita-Lotsen"

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Laufzeit: 01.01.2010-31.12.2013, Fördersumme: 69.070,00 €

Das Ziel des Projektes ist die qualitative Verbesserung des Übergangs Kita-Grundschule. Um Vorschulkindern diesen Übergang in die Schule zu erleichtern, gehen Kinder von drei angrenzenden Kitas in Gruppen einmal wöchentlich in die Jens-Nydahl-Grundschule, nehmen am Schulunterricht, an gemeinsamen „Projekten" sowie Festen teil und lernen in der im Rahmen des Kita-Lotsen-Projektes eingerichteten Lernwerkstatt mittels kleiner „naturwissenschaftlicher Experimente" in der deutschen Sprache zu kommunizieren, zu argumentieren und Vorgänge zu erklären. Das Besondere an dem Projekt ist zum einen, dass die Kitakinder mit ihren Patenklassen den Schulalltag kennenlernen, zum anderen, dass die Eltern u.a. durch gemeinsame Eltern-Kind-Spielenachmittage eingebunden sind. Die Nachhaltigkeit der Maßnahme wird einerseits durch verbindliche Kooperationen zwischen den Bildungsinstitutionen und andererseits durch die Einbeziehung und Qualifizierungen von Erzieher*innen und Lehrer*innen erreicht. Um die Maßnahme kontinuierlich bedarfsgerecht zu optimieren und sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen, finden regelmäßig fachliche Austauschrunden statt. Wesentliche Inhalte des Projektes „Kita-Lotsen“ sind:

  • „Naturwissenschaftliche Experimente" zur sinnlichen Erfahrung von natürlichen Phänomenen in 6 Gruppen à 10 Kindern (wöchentlich ein Termin pro Kita). Neben dem Verständnis für die Umwelt wird auch die Sprachfähigkeit der Kinder gefördert.
  • Patenklassen an der Jens-Nydahl-Grundschule, die den Kita-Kindern ihre Schule zeigen, gemeinsam mit ihnen in der Mensa essen und auch zum Teil die Projekt- Durchführenden beim „Unterrichten" in der Kita unterstützen.
  • Zusammenarbeit mit dem Elternkurs und Elterncafé an der Jens-Nydahl-Grundschule, den Stadtteilmüttern, der VHS Friedrichshain-Kreuzberg und dem Projekt „Tu was Deutschland".
  • Fortbildung/Qualifizierung der Erzieher*innen und der Stadtteilmütter zum Thema „Naturwissenschaftliche Experimente".
  • Eröffnung der inzwischen eingerichteten Lernwerkstatt im März am „Tag des kleinen Forschers". Geplant ist die Einbindung anderer Kitas im Quartier, die die Lernwerkstatt mitnutzen sollen.

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Kontakt: Kommunikation durch Kunst e.V. in der KinderKunstWerkstatt, Fichtestraße 28, 10967 Berlin, Tel.: 030/69819781, Mail: koduku@web.de, Bürozeiten: Montag und Mittwoch, 10 – 13 Uhr, Freitag, 10 – 12 Uhr; Ansprechpartner: Renard Brunken Weitere Informationen: www.jens-nydahl.schule-berlin.net und www.koduku.de


Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg / Grünflächenamt: „Aufwertung der Spielbereiche im ‚Skalitzer Park‘“

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Laufzeit: 01.03.2013 - 31.12.2013, Fördersumme: 20.000,00 €

Die Frei- und Grünflächen im Quartier sind für die Bewohner*innen wichtige Kommunikations- und Begegnungsorte, jedoch bieten die meisten Freiflächen aufgrund von Übernutzung und geringer Pflege nur wenig Aufenthaltsqualität. Ziel der Maßnahme war es, das Potenzial einer öffentlichen Grünfläche im Quartier besser zur Geltung zu bringen, und dadurch eine Verbesserung des Wohn- und Lebensraumes für die Bewohner*innen, insbesondere für Familien mit Kindern, zu bewirken. Nachdem der Q-Rat die Aufwertung des sog. „Skalitzer Parks“, die Grünfläche in der Skalitzer Straße nordöstlich der Mariannenstraße (Block 104), beschlossen hatte, organisierte das QM unter Einbeziehung des Grünflächenamtes ein Bürgerbeteiligungsverfahren, um vor Ort gemeinsam zu erörtern, welche Parkareale verbessert bzw. verschönert werden sollten: Die Entscheidung fiel auf den Kinderspielbereich mit angrenzendem Terrain. Gemeinsam wurden die einzelnen Maßnahmen abgestimmt und vereinbart, u.a. die Installation von drei Hüpfplatten, die Aufstellung einer Netzschaukel und einer kommunikativen Sitzgruppe mit Tisch, die Wiederinstandsetzung der Wasserpumpe sowie die Einfriedung des Spielbereichs, um einer Fremdnutzung, z.B. von Drogenkonsumenten oder Hundebesitzern, entgegenzuwirken. Die Umsetzung erfolgte im Spätsommer 2013.

Kontakt: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg/Grünflächenamt, Yorckstraße 4-11, 10965 Berlin, Tel.: 030/90298-8024, Mail: tiefgruen@ba-fk.berlin.de Weitere Informationen: www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/natur/index.html


Fabrik Osloer Straße e.V.: „Netzwerk Schülerhilfe - Lernpaten für Kreuzberg“

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Laufzeit: 01.01.2012 - 31.07.2013, Fördersumme: 44.775,00 €

Um schulische Defizite abzubauen, benötigen viele Kinder eine gezielte individuelle Nachhilfe in fachlicher und/oder sprachlicher Hinsicht. Längerfristige, nachhaltige Unterstützung bei individuellem Unterstützungsbedarf bietet das Lernpatenschaftsprojekt, das seit 2011 Lernpaten-Kind-Tandems initiiert und damit „neue" Bildungschancen für Kinder eröffnen konnte. Der Erfolg des Projekts beruht wesentlich darauf, dass sich eine ehrenamtliche Vertrauens-/Bezugsperson regelmäßig mit „seinem/ ihrem" Kind beschäftigt, indem sie ihn bei den Hausaufgaben/ beim Lernen unterstützt oder aber auch mit ihm in der Freizeit etwas unternimmt. Ziel ist es, neben der schulischen Betreuung, die Talente der Kinder zu fördern, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und Menschen zusammen zu bringen, die sich im Alltag nicht begegnen würden. Die Förderung über „Soziale Stadt“ ist seit dem 31.07.2013 beendet. Das Projekt wird nun unter dem Namen „Kotti Paten" weitergeführt. Das zentrale Anliegen ist die Vermittlung von Lernpatenschaften und Kiezfreundschaften für Grund- und Oberschüler*innen.

Projekträume in der Reichenberger Straße 176, 10999 Berlin

Kontakt: Dilay Kayimlar, Tel.: 0157-72994387 (Terminvereinbarung Elternberatung), Laura Bauer, Tel.: 0173-1959666 (Projektleitung)

Weitere Informationen: www.kotti-paten.de


Förderverein der Jens-Nydahl-Grundschule: „Bessere Sicht auf das Quartier“

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Laufzeit: 01.01.2014 - 30.06.2014, Fördersumme: 17.844,17 €

Trotz vielfältiger Projekte in und außerhalb des Unterrichts, beispielhafter Vernetzung und ausgezeichneter Angebote für Eltern und Kinder genießt die Grundschule keinen guten Ruf. Dieses hat u.a. zur Folge, dass muttersprachlich deutsche Schüler*innen nur selten an der Schule angemeldet werden.

Im Rahmen der infrastrukturellen Stärkung von Bildungsinstitutionen im Quartier wurde der Eingangsbereich der Grundschule neu gestaltet und am 20. Juni 2014 feierlich eingeweiht. Ziel war es, das Foyer einladender und übersichtlicher zu gestalten, mit hellen Farben und dekorativen Schaukästen zu versehen, in dem Eltern wie Bewohner*innen sich treffen, informieren und austauschen können. Durch diese Maßnahme sollte auch ein Beitrag geleistet werden zur Verbesserung des Images der Grundschule in der Öffentlichkeit. Denn Besucher*innen werden nun in einer freundlichen Umgebung empfangen, in der man sich schnell zurecht findet. Das Sekretariat, die Schulleiter*innen-Büros, die Lehrer*innen-Zimmer, die Toiletten – sie sind nun durch große Beschriftungen sofort zu finden. Ein Willkommensplakat in vielen verschiedenen Sprachen begrüßt die Besucher*innen und in den Schaukästen finden sich Informationen zu Angeboten, Aktivitäten und Projekten im Quartier. Das Besondere aber ist der Beamer an der Decke des Foyers, der Präsentationen von Aktionen und Projekten der Schule projiziert, aber auch über aktuelle Angebote, und wichtige Ankündigungen der Schule informiert.

Kontakt: Förderverein der Jens-Nydahl-Grundschule, Kohlfurter Straße 20, 10999 Berlin, Tel.: 030/50586117; Ansprechpartnerin: Barbara Jürgens-Streicher

Weitere Informationen: www.jng.cidsnet.de/


Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: „Zugangschancen zu digitaler Bildung für alle Bewohnerinnen und Bewohner ausbauen!“

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Laufzeit: 01.10.2013 - 31.12.2013, Fördersumme: 15.291,08 €

Als zentrale Bildungseinrichtung im Quartier wird die Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße täglich von zahlreichen Bewohner*innen aufgesucht. Sie wird als politisch und religiös neutraler Ort von Menschen jeden Alters und unabhängig vom kulturellen Hintergrund genutzt. Viele Bewohner*innen aus einkommensschwachen Verhältnissen haben zu Hause keinen Internet-Zugang, PC, Drucker, Scanner etc. und sind daher auf die öffentlichen, kostenlosen Angebote angewiesen. Um die steigende Nachfrage in der Bibliothek nach kostenfreier Internet- und PC-Nutzung besser abdecken zu können, wurde der nur unzureichend ausgestattete IT-Bereich in dem Kinder- und Erwachsenenbereich aufgestockt und z.T. modernisiert. Neue Notebooks und zusätzliche PCs, internetfähig mit Software, Filter-, Kinder- und Virenschutz, sowie ein Farbdrucker und ein Flachbett-Fotoscanner können nun von den zahlreichen Besucher*innen, Kindern wie Erwachsenen, genutzt werden. Ebenso wurden neue Arbeitstische und -stühle angeschafft und der „IT-Arbeitsbereich“ neu gestaltet. Die Optimierung der Bibliotheksinfrastruktur soll langfristig den kostenlosen Zugang zu konventioneller und digitaler Bildung sichern. Damit wachsen die Chancen auf gute Bildung, auf Entfaltungsmöglichkeiten und Partizipation in Beruf und gesellschaftlichem Leben. Der Beitrag, den die Bibliothek täglich für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leistet, indem sie ganz praktisch "ein Ort für alle" ist, ließ sich durch den Ausbau grundlegender Serviceleistungen wie dem Zugang zu PCs und Internet erheblich steigern.

Kontakt: Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße, Adalbertstraße 2, 10999 Berlin, Tel.: 030/50 58 52 25 Weitere Informationen: www.berlin.de/citybibliothek/bibliotheken/adalbertstr/


ErgoKiosk GbR: „Der ErgoKiosk schwärmt aus"

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Laufzeit: 01.08.2012 - 31.12.2014, Fördersumme: 47.159,42 €

In Kleingruppen von drei bis acht Teilnehmer*innen werden Kinder der Kita Planufer 81 und der Jens-Nydahl-Grundschule (JüL-Klassen) in wöchentlichen Übungseinheiten für die fein- und grobmotorischen Anforderungen in der Schule gestärkt. Jeweils in der ersten und letzten Übungsstunde wird der Entwicklungsstand der Kinder erhoben, um durch das Projekt erzielte Fortschritte feststellen und dokumentieren zu können. Zur Verbesserung der Feinmotorik wird eine „Kritzelkunst-AG" mit Spielen, Bastelarbeiten, Übungsblättern und handwerklichen Tätigkeiten angeboten. Die grob- und psychomotorischen Fähigkeiten der Kitakinder werden im Rahmen einer „Tumult-AG" gestärkt und ausgebaut, z.B. durch Geschicklichkeitsparcours und Bewegungslandschaften. Die „Kritzel-Box" und den „Turnbeutel" mit Spielanregungen und Material bekommen die Kinder mit nach Hause, um mit ihren Eltern weiter spielerisch zu üben. In Kooperation mit den Angeboten, die an der Kita und Grundschule stattfinden, werden Elternnachmittage durchgeführt, um den Kita-/Schulalltag mit dem häuslichen Alltag zu verknüpfen. Coaching und Qualifizierung der Erzieher*innen sichern die Nachhaltigkeit der Angebote in der Kita. Die im Rahmen des Projektes entstandene Broschüre "Hurra wir gehen in die Schule" mit Tipps und Informationen für Eltern finden Sie hier

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Kontakt: ErgoKiosk Gbr, Tel.: 0176/23998322, post@ergokiosk.de; Ansprechperson: Elizabeth Vasvari Weitere Informationen: www.ergokiosk.de/wpnb/2012/09/02/der-ergokiosk-schwarmt-aus

Kotti e.V.: „Eltern und Schule. Förderung der Elternbeteiligung zur Verbesserung der Kommunikation an der Jens-Nydahl-Grundschule"

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Laufzeit: 01.08.2011 - 31.12.2014, Fördersumme: 60.250,00 €

Seit 2011 erhalten arabischsprachige Eltern an der Jens-Nydahl-Grundschule in zahlreichen Angeboten Beratung und Unterstützung, die bis hin zur Begleitung zu Elternabenden oder Elternsprechtagen reichen kann. Im Rahmen des Projektes werden die Eltern auch allgemein über das Schulsystem und über die verschiedenen Möglichkeiten der Elternpartizipation in der Schule informiert, um ein größeres Verständnis für die schulischen Belange ihrer Kinder zu entwickeln, vor allem im Hinblick auf den Übergang von der Grundschule zur Oberschule. Die niedrigschwelligen Beratungen, Gesprächsrunden und Veranstaltungen finden in deutscher und arabischer Sprache statt und werden inzwischen von allen arabischsprachigen Eltern angenommen. Ziel der Grundschule ist es, die aufgebauten Strukturen der Elternpartizipation bis Ende 2014 als einen festen Bestandteil in der Schule zu verankern.

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Kontakt: Kotti e.V., Adalbertstraße 95 A, 10999 Berlin, Tel.: 030/6157991, Fax: 030/6157992, Mail: kotti@berlin.de Weitere Informationen: www.kotti-berlin.de

Kotti e.V.: „Deeskalation, Konfliktreduzierung, Selbstbehauptung. Förderung der sozialen Kompetenz von Schüler*innen an der Jens-Nydahl-Grundschule"

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Laufzeit: 01.08.2012 - 31.12.2014, Fördersumme: 60.000,00 €

Gewalt an der Schule hat in den letzten Jahren zugenommen – auch unter Grundschüler*innen. Um das Kinderbüro an der Jens-Nydahl-Grundschule in seiner Schulsozialarbeit zu unterstützen, werden seit dem Schuljahr 2011/12 zusätzliche Maßnahmen zur Gewaltprävention gefördert. Probleme wie Mobbing und physische Gewalt werden im Rahmen des Projektes erfolgreich mit bewährten Konzepten (z.B. mittels „stravio – strategies against violence") angegangen. Den Kindern wird aufgezeigt, wie sie mit Alltagsproblemen selbstsicherer umgehen und Konflikte gewaltfrei bewältigen können. Verschiedene Workshops vermitteln ihnen die Wichtigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Handy und dem Internet, insbesondere mit sozialen Netzwerken und Chatprogrammen. Die Schüler*innen lernen Toleranz und Respekt gegenüber ihren Mitmenschen. Das Projekt strebt eine Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung, der Kommunikations- und Dialogfähigkeit, Eigenverantwortung und der Potenziale von Schüler*innen an. Auch Lehrer*innen und Erzieher*innen werden in Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen zu diesen Themen geschult. Rückmeldungen der Schule zufolge gab es bereits nach wenigen Monaten Projektlaufzeit Verbesserungen im Verhalten von „auffälligen" Schüler*innen.

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Kontakt: Kotti e.V., Adalbertstraße 95 A, 10999 Berlin, Tel.: 030/6157991, Fax: 030/6157992, Mail: kotti@berlin.de Weitere Informationen: www.kotti-berlin.de

FAA Bildungsgesellschaft mbH, Nord: „Beratung und Begleitung auf dem Weg in Ausbildung und Beruf für Jugendliche"

Laufzeit: 01.05.2011 - 31.12.2014, Fördersumme: 77.465,25 €

Viele Jugendliche im Quartier haben keinen Schulabschluss oder einen Schulabschluss ohne Chance auf einen Ausbildungsplatz, vielen mangelt es an Schlüsselkompetenzen, Perspektiven und Vorstellungen davon, was sie beruflich machen könnten. Durch mobile, aufsuchende Beratung werden im Rahmen des Projektes seit Mai 2011 gezielt Jugendliche erreicht, die mit besonderen Schwierigkeiten nach der Schule bzw. beim Übergang von der Schule zum Beruf konfrontiert sind. Sie werden individuell bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche sowie bei Bewerbungen unterstützt und auch über eine erfolgreiche Vermittlung auf eine Stelle hinaus begleitet. Das Projekt soll sie darin unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, was z.B. heißen kann, eine Ausbildung zu beginnen (statt „nichts zu tun") und zu beenden (statt vorzeitig abzubrechen) oder den Schulabschluss nachzuholen, um eine Ausbildung überhaupt erst beginnen zu können. Von besonderer Bedeutung sind auch die im Rahmen des Projektes aufgebauten Kooperationen und die intensive Zusammenarbeit mit dem Jobcenter.

Verschiedene Komponenten tragen zum Gelingen des Projektes bei:

  • Mobile, aufsuchende Beratung
  • Hilfe beim Schrei¬ben von Bewerbungen
  • Vorbereitung auf Einstellungstests und Bewerbungsgespräche
  • Unterstützung zum Nachholen des Schulabschlusses
  • Begleitung der Jugendlichen über eine erfolgreiche Vermittlung hinaus
  • Hilfe bei allen weiteren Problemen
  • Eingreifen, bevor eine Ausbildung abgebrochen oder Arbeitsstelle aufgegeben wird

Anlaufstelle für Ratsuchende im Quartier ist das Jugend- und Kulturzentrum Naunynritze, Naunynstraße 63, 10999 Berlin Das BIK-Team am Kotti: Metin Atakli, Mobil: 0152/09003802, Mail: metin.atakli@faa-nord.eu und Dominique Pfeil: 0174/1620699, Mail: dominique.pfeil@faa-nord.eu

Kontakt: FAA Bildungsgesellschaft mbH, Nord, Regionalbüro Berlin, Lohmühlenstraße 65, 12435 Berlin, Tel.: 030/53338875; in Kreuzberg: FAA Bildungsgesellschaft mbH, Nord, Wrangelstraße 78, 10997 Berlin, Tel.: 030/212387-25, Fax: 030/212387-36 Weitere Informationen: www.faa-nord.de

Verein der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg e.V.: „Lernbegleitende Angebote für Kinder"

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Laufzeit: 01.03.2011 - 31.12.2015, Fördersumme: 75.266,00 €

Seit mehreren Jahren erhalten Grund- und Oberschüler*innen des Quartiers Unterstützung bei den Hausaufgaben und beim Lernen in der Mittelpunktbibliothek, montags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Verbesserung der Medienkompetenz von Grundschulkindern. In Kooperation mit der Jens-Nydahl-Grundschule wird Schüler*innen der 5. und 6. Klasse in wöchentlichen Workshops in der Mittelpunktbibliothek vermittelt, wie sie im Internet nützliche Informationen für ihre Referate, Klassenarbeiten und Hausaufgaben recherchieren können. Dieses Angebot, das 25 bis 30 Schüler*innen des Quartieres wahrnehmen, ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Bibliothek geworden. Ziele des Projektes sind die Verbesserung der deutschen Sprachkompetenzen, des Fachwissens und der Förderprognosen für den Übergang in die Mittelstufe (Sekundarschule oder Gymnasium) sowie das Bestehen des Probejahres am Gymnasium.

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Kontakt: Verein der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg e.V., Adalbertstraße 2, 10999 Berlin; Ansprechperson: Michael Arnold, Mail: lit.projekte@gmx.de

Förderverein der Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e.V.: „PLAN MSA“

Laufzeit: 01.07.2014 - 30.06.2015, Fördersumme: 30.000,00 €

Vielen Jugendlichen, insbesondere aus einkommensschwachen Familien und meist mit Migrationshintergrund, mangelt es neben deutschen Sprachkenntnissen an dem notwendigen Fachwissen in den für den MSA relevanten Prüfungsfächern. Das Projekt unterstützt Schüler*innen durch eine kostenlose Vorbereitung auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss mit Hauptaugenmerk auf dem Fach Mathematik. Zugleich will Plan MSA über die Arbeit in kleinen Gruppen Lernerfahrungen jenseits von Frontalunterricht und kontinuierlichem Notendruck ermöglichen. Dem bereits seit 2012/13 erfolgreich umgesetzten Projekt ist es gelungen, mit Vereinen und Oberschulen zu kooperieren und sich mit Eltern und Jugendlichen zu vernetzen. Mit der neuen Förderung für das Schuljahr 2014/15 konnte das Projekt um einen Lernstandort im Quartier, der Mittelpunktbibliothek Adalbertstraße, erweitert werden. Die wöchentlich stattfindenden 90-minütigen Kurse werden von ehrenamtlichen Fachhochschulabsolvent*innen bzw. (Lehramts-) Student*innen geleitet. Die Jugendlichen werden außerdem auf die Prüfungssituationen vorbereitet, indem das bereits Erlernte in Zwischenprüfungen abgefragt wird, die mündliche Englisch-Prüfung simuliert wird, die Schüler*innen die verschiedenen Aufgabentypen der Prüfung kennenlernen und ihnen dadurch auch die Prüfungsangst genommen wird. Schüler*innen, die eine Nachprüfung ablegen müssen, werden individuell darauf vorbereitet. In den Winterferien findet täglich ein Intensivkurs (offenes Angebot) im MGH Wassertor statt, an dem alle Jugendlichen teilnehmen können, die noch Unterstützung in den drei Hauptfächern benötigen. Kontakt: Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e.V., c/o MGH Wassertor, Wassertorstr. 48, 10969 Berlin, Mobil.: 0176/96583726 (nur dienstags, 12-18 Uhr), Mail: plan-msa@gmx.de; Ansprechpersonen: Laura Berner, Jenny Struhkamp

Weitere Informationen: www.plan-msa.net

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg/Abteilung Familie, Gesundheit und Personal, Jugendamt: „Fachtag ‚Außerschulische Lernunterstützung zur Erlangung eines Schulabschlusses‘“

Laufzeit: : 01.09.2014 - 31.12.2014, Fördersumme: 9.800,00 €

Im Quartier wohnen im Berliner Vergleich überdurchschnittlich viele sozioökonomisch benachteiligte Jugendliche ohne oder mit einem schlechten Schulabschluss. Betroffen davon sind besonders Bewohner*innen nicht-deutscher Herkunftssprache. Ausgehend von der Frage, welche Gründe es für die hohe Durchfallquote gibt und warum Oberschüler*innen außerschulische Lernunterstützung benötigen, um die Prüfungen (BBR, EBBR, MSA, Abitur) zu schaffen, soll der Fachtag informieren, Lösungen und neue konzeptionelle Ansätze entwickeln und für eine Überarbeitung der Prüfungsaufgaben in sprachlicher Hinsicht sensibilisieren.

Während eines ganztätigen Fachtags am 26.11.2014, im Familienzentrum, Adalbertstraße 23, 10997 Berlin werden sich Fachleute und Expert*innen (Lehrer*innen von Oberschulen, Mitglieder der bezirklichen Werkstatt für Integration durch Bildung (WIB), Projektmitarbeiter*innen, Migrantenvereine, relevante Senatsverwaltungen) zu dieser Thematik austauschen. Ziel ist es, einen Austausch zu fachspezifischen Themen zu erzielen, schulische und außerschulische Bildungsangebote so zu vernetzen, dass sie verbessert und optimiert werden. Im Zentrum des Fachtages stehen die beiden Themen „Bildungssprache“ und „Mehrsprachigkeit/Etikettierung“. Hier sollen, vor allem unter Einbindung von Lisum (verantwortlich für die Formulierung der Fragen in Abschlussprüfungen) und ISQ (verantwortlich für die Auswertung und Evaluierung) der Frage nachgegangen werden, ob nicht eher die Formulierungen der Prüfungsaufgaben zu den Ursachen des „Scheitern“ vieler Schüler*innen gehören, vor allem derjenigen aus dem türkisch- und arabischsprachigen Kulturraum. Am Ende soll daher auch eine „Botschaft“ ausgesprochen werden, indem dafür plädiert wird, die Prüfungsaufgaben entsprechend zu überarbeiten resp. zu modifizieren.

Kontakt: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg/Abteilung Familie, Gesundheit und Personal, Jugendamt, Frankfurter Allee 35-37, 10247 Berlin, Tel.: 030/902984378, Ansprechperson: Katinka Beber

conceptfabrik: „Veranstaltungstage zur besseren Kommunikation der Angebote im Quartier – Beratung am Kotti“

Laufzeit: 01.03.2014 - 31.10.2015, Fördersumme: 34.845,50 €

Wer hilft mir weiter, wenn ich Unterstützung benötige? Wo bekomme ich eine kostenlose Be-ratung? Zwar gibt es im Gebiet eine ganze Reihe von bedarfsgerechten Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens (z.B. Bildung, Gesundheit, Soziales, Freizeitgestaltung etc.), aber diese sind vielen Bewohner*innen nicht oder kaum bekannt.

Ziele des Projektes sind die Erhöhung des Bekanntheitsgrades der bestehenden Beratungsangebote in der Bevölkerung, der Abbau von Berührungs- und Schwellenängsten, die Erhöhung der Teilnehmerzahlen an bestehenden Beratungsangeboten sowie die Vernetzung der Akteure und die bessere Kommunikation der Angebote unter den Anbietern.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Entwicklung und Durchführung von spielerischen Methoden – sog. Formate, die jene Zielgruppen erreichen sollen, die noch keinen Zugang zu den bestehenden Beratungsleistungen haben. Zu den Formaten gehören ein eigens entwickeltes Brettspiel, bei dem u.a. die Angebote im Kiez vorgestellt werden und Fragen zum Kiez beantwortet werden müssen, thematisch ausgerichtete, kleinere Veranstaltungen wie z.B. ein Sommerfest im südlichen Quartier, eine Fotoaktion zum Thema „Was macht dich glücklich“ mit anschließender Ausstellung der Ergebnisse in verschiedenen Einrichtungen im Quartier, ein Kiez-Sommer-Rätsel 2015. Im Rahmen des Projektes wird ein Verzeichnis aller Beratungsstellen, mit Übersicht der Angebote erstellt, was in den Beratungsstellen erhältlich sein wird. Eine einheitliche Kennzeichnung aller Beratungsangebote soll den Ratsuchenden die Orientierung erleichtern.

Kontakt: conceptfabrik, Holger Scheibig, Schwiebusser Straße 4, 10965 Berlin, Tel.: 030/69814195, Mobil: 0173/8678003, Mail: scheibig@conceptfabrik.de Weitere Informationen: www.conceptfabrik.de

Kotti e.V.: „Infrastrukturelle Stärkung der Kitas Dresdener Straße 14 und Adalbertstraße 87/88“

Laufzeit: 01.09.2014 - 31.12.2014, Fördersumme: 22.000,00 €

Zur besseren und gezielten Förderung von Bewegung, Gesundheit und motorischen Fähigkeiten der Kinder benötigen die Kitas Dresdener Straße 14 und Adalbertstraße 87/88 eine infrastrukturelle Stärkung in den Außenbereichen. Durch Modernisierungen und Austausch von Spielgeräten/-materialien/-kombinationen im Außenbereich (Rutsche, Schaukel, Wipptiere, Basketballkorb, Sportgeräte) sollen Kinder ab 1 Jahr die Möglichkeit bekommen, vielfältigere Bewegungserfahrungen zu sammeln. Dabei geht es auch um die Schulung des Gleichgewichtes, der Förderung und Stärkung der motorischen Gesamtentwicklung bzw. grobmotorischen Abläufe, der Bewegungssicherheit (z.B. beim Klettern) und der Stärkung der Bewegungsabläufe, insbesondere bei kleineren Kindern. Ab September 2014 werden die Bodenflächen im Außenbereich der Kitas für die Installationen vorbereitet, im Oktober/November 2014 erfolgt die Installation der Spielgeräte und Ende November 2014 findet ein Einweihungsfest auf dem Spielplatz statt.

Kontakt: Kotti e.V., Adalbertstraße 95 A, 10999 Berlin, Tel.: 030/6157991, 6157992, Mail: kotti@berlin.de Weitere Informationen: www.kotti-berlin.de/index.html

INA.KINDERGARTEN GmbH: „Gemeinsam bewegen von Anfang an“

Laufzeit: 01.09.2014 - 31.12.2014, Fördersumme: 10.500,00 €

Der INA.KINDER.GARTEN betreut 150 Kinder, fördert sie in ihrer Entwicklung und bereitet die Kinder auf die Schule vor. Seit 12 Jahren arbeitet die Kita mit dem Kreuzberger Sportverein ATV zusammen, der 2x wöchentlich alle Kinder ab 2 1/2 Jahren durch ihre Übungsleiter trainiert. Die Mitgliedschaft im Sportverein ATV bleibt oft über die Kindergartenzeit hinweg bestehen. Ziel dieser Maßnahme ist die infrastrukturelle Stärkung der Kita im Bereich der Förderung von Bewegung, Gesundheit und motorischen Fähigkeiten durch eine bedarfsorientierte Ausstattung der Turnhalle. Durch die Anschaffungen von ergänzenden Materialen für die Turnhalle (Matten, Fahrzeuge, Schaukeln, Kletterwand) sollen die Kinder optimal ihre körperlichen Fähigkeiten erproben und Herausforderungen suchen, die sie stärken und an denen sie sich weiter entwickeln können. Durch eine ausreichende Bewegungsförderung soll nicht nur der Körper gestärkt werden, sondern auch ihre kognitiven Fähigkeiten. Es soll gezielt Übergewicht und Haltungsschäden bei Kindern entgegen gewirkt und die Freude an gemeinsamer Bewegung, Spiel und Gymnastik gefördert werden.

Kontakt: INA.KINDER.GARTEN, Dresdener Straße, 10999 Berlin, Tel.: 030/69503790, Mail: dresdenerstrasse@inakindergarten.de; Ansprechpersonen: Ulrike Rußmann. Ilse Ziess-Lawrence, Weitere Informationen: www.inakindergarten.de/kitas/dresdener_strasse.php

Eine tabellarische Übersicht der Projekte Stand Januar 2014 finden Sie hier